medienWERKSTATTGESPRÄCHE

 
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungsreihe medienWERKSTATTGESPRÄCHE geben MedienkünstlerInnen Einblicke in aktuelle, noch nicht veröffentlichte Projekte. Es sind KünstlerInnen geladen, die intermedial an den Schnittstellen unterschiedlichster Disziplinen arbeiten. Pro Abend werden jeweils zwei Positionen thematisch zueinander in Beziehung gesetzt, der Medientheoretiker Marc Ries führt in das jeweilige Thema ein und begleitet die künstlerischen Positionen.
Im Gegensatz zum Ausstellungsbetrieb, in dem man mit fertigen Werken konfrontiert wird, bieten die medienWERKSTATTGESPRÄCHE die Möglichkeit, den Prozess und den jeweiligen Kontext der Arbeiten nachvollziehen zu können. Sie stellen damit eine äußerst seltene Gelegenheit dar, den Hintergrund künstlerischer Produktionweisen kennzulernen und persönlich mit den AutorInnen zu diskutieren. Kuratoren: Norbert Pfaffenbichler, Dariusz Kowalski
 
 
Tizza Covi/Rainer Frimmel
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 2/10
Mittwoch, 26. Mai 2010, 20 Uhr
Medienwerkstatt Wien,
1070 Neubaugasse 40a
Thema: NAHEVERHÄLTNISSE
TIZZA COVI & RAINER FRIMMEL /
MARTIN NGUYEN
thematische Begleitung: MANFRED
NEUWIRTH
© Foto: Der Glanz des Tages, Darsteller: Philipp Hochmair und Walter Saabel © Covi/Frimmel
 
Die Begegnung eines Burgschauspielers und eines italienischen Messerwerfers entpuppt sich als ein Aufeinandertreffen zweier konträrer Daseinsformen. Trotzdem können sie sich auf ein gemeinsames Spiel einigen und helfen vereint dabei mit, eine zerrissene Familie wieder zusammen zu bringen.
Tizza Covi/ Rainer Frimmel
geboren 1971 in Bozen, geboren 1971 in Wien, studierten beide an der Höheren Grafischen Lehranstalt in Wien, arbeiten als Filmemacher und freischaffende Künstler.
Filme: (u.a.) La Pivellina, I/A 2009, Babooska, A/I 2005, Das ist alles, A 2001
 
Link:
Ventofilm
Martin Nguyen
© Foto: Tomorrow you will leave © Nguyen
 
Tomorrow you will leave (Arbeitstitel)
Die Geschichte meines Vaters, der mit seiner Familie als vietnamesische Boat People in ein österreichisches Dorf kam. Nun kehrt er in das Flüchtlingslager in Malaysia zurück, um den Mann zu finden, der ihm einst geholfen hat.
 
Martin Nguyen
geboren am 23.5.1980 in Pulau Bidong, West-Malaysia. Aufgewachsen in Niederösterreich. Studium der Publizistik. Lebt und arbeitet in Wien. Filme: (u.a.) Ich muss dir was sagen, A 2006, wirklich, A 2003
 
Link:
Homepage Martin Nguyen
 
Michaela Grill
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 1/10
Mittwoch, 13. Jänner 2010, 20 Uhr
Thema: Landschaften
MICHAELA GRILL / MANFRED NEUWIRTH
thematische Begleitung: Marc Ries
© Foto: Michaela Grill
 
medienkünstlerin, arbeitet derzeit an einer single-channel-arbeit, die sich der erforschung von leeren landschaften und natuerlichen nicht-orten widmet.
„Der Raum des Nicht-Ortes schafft keine besondere Identität und keine besondere Relation, sondern Einsamkeit und Ähnlichkeit.“ (Marc Augé)
 
Link:
Michaela Grill – Kurzbio - Works
Manfred Neuwirth
 
 
 
 
 
© Foto: Manfred Neuwirth
Manfred Neuwirth´s filmische Themen pendeln zwischen der Ferne und der Nähe. Nach Tibet ist er wieder in seiner Heimat unterwegs, diesmal im engsten Sinne auf ein überschaubares Territorium festgelegt, auf einen Bauernhof in seinem Wohnort Kritzendorf.
SUCHEN – FORSCHEN – FINDEN – SPUREN – BILDER – TÖNE
 
Links:
Homepage Manfred Neuwirth
Von Tokio bis Kritzendorf
Das Sinnliche im Filmemachen
 
Sabine Marte
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 2/09
Donnerstag, 5. November 2009, 20 Uhr
Thema: PERFORMANCE
SABINE MARTE / OLIVER HANGL
thematische Begleitung: Marc Ries
© Foto: Meer, Sabine Marte
 
Videokünstlerin, Musikerin und Performerin
arbeitet seit 1993 medienübergreifend in den Bereichen Video, Performance und Musik Meine Arbeit mit Video und Videoperfomance, die ich seit 1993 ständig weiter entwickle, zeichnet sich durch die sichtbare Reflexion des Mediums selbst aus. In meinen Stücken bewege ich mich an der Schnittstelle zwischen Bild, Sprache und Musik. Sound, rhytmische Strukturen, die sich wiederum mit den Sprachelementen in den Videos reiben, waren von Anfang an wichtige Elemente meiner Videos und Videoperformances.
 
Die interdisziplinären Bandprojekte SV Damenkraft (Performance/Musik) und Pendler (Video/Musik) sind somit aus der Videokunst gewachsene Erweiterungen meines künstlerischen Schaffens. Die musikalischen Erfahrungen fliessen zurück in die Performances und von dort wiederum in die Videos, die besonders bei Pendler eine Schnittstelle bilden, an der sich die Musikstücke mit den gesynchten Clips reiben, verschmelzen, oder gegenseitig tragen. Zu SV DAMENKRAFT noch ein Zitat aus einem Text von Beate Ronacher:
Die nicht ganz gewöhnliche "Girl"-Group SV Damenkraft arbeitet bei ihren Auftritten mit minimal-brachialem Tech-Lektro-Punk-Pop und explitzit sexualisierten Choreografien und Texten, die poetisch-aktivistisch anmuten. Über ihre wechselnden Stylings schaffen sie Typen- und Rollenbilder, die sie zugleich radikal dekonstruieren: Femploitation Genderfuck exquisit.
 
Infos
Videokunst/Videoperformance:
http://www.filmvideo.at/filmdb_persons.php?persid=315
http://www.sixpackfilm.com
 
Musik:
http://pendler.klingt.org
http://myspace.com/svdamenkraft
Oliver Hangl
 
 
 
 
 
© Foto: untitled, Oliver Hangl
Künstler, geb. 1968, lebt in Wien
Oliver Hangl, der seine Karriere ursprünglich 1993 als Schauspieler und Bühnenbildner startete (u.a. Serapionstheater, "Assistent Robin" in der TV-Produktion "Phettbergs Nette Leit Show"), bewegt sich in performativen Disziplinen und medialen Räumen ebenso wie in den klassischen Ausstellungsräumen der bildenden Kunst. Realitätsbrüche, Verdoppelungen und Zwischenwelten markieren seine aktuellen Arbeiten, die nicht an ein Medium gebunden sind. Zahlreiche Projektrealisierungen im öffentlichen Raum. Hangl bewegt sich in einem breiten künstlerischen Betätigungsfeld, in dem er oft seine Position zwischen Künstler, Kurator, Produzent, Darsteller und/oder Regisseur wechselt. 2008 gründete er den Projektraum "k48 - Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung" in Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- u. Ausland.
Seit 1999 Lehrtätigkeit an verschiedenen Kunstuniversitäten, derzeit Institut f. Theater-, Film u. Medienwissenschaft, Universität Wien.
Nähere Infos: http://www.olliwood.com/bio_engl.html
 
In seinen aktuellen Arbeiten setzt Hangl auf die parasitäre Unterwanderung fremder Systeme. In seiner orts-spezifischen, prozess-basierten Performancereihe GUERILLAWALKS führt Hangl gemeinsam mit dem Berliner Rapper und Medienaktivisten Danny Bruder sein stets auf 50 Personen limitiertes Publikum per Funksystem unangemeldet durch öffentliche und private Stadt-Räume. Die beiden Guides kommentieren und fiktionalisieren Ort und Ereignis und (ver)leiten auch die Teilnehmer, den Zufall als Möglichkeit zu begreifen und aktiv auf das Unerwartete zu reagieren. GUERILLAWALKS wurde zuletzt beim Malta Festival in Poznan (PL) und im Rahmen des Festivals "loving the alien"/Motorenhalle Dresden (D) gezeigt.
 
Infos http://www.olliwood.com/
Gebhard Sengmüller
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 1/09
Dienstag, 23. Juni 2009, 20 Uhr
Thema: TRANSFORMATION
GERDA LAMPALZER / GEBHARD SENGMÜLLER
thematische Begleitung: Marc Ries
© Foto: Gebhard Sengmüller
 
Gebhard Sengmüller ist bildender Künstler, tätig im Bereich Medientechnologie, er lebt und arbeitet in Wien. Er unterrichtet ein Seminar in Medienarchäologie an der Kunsthochschule Linz, Institut Interface Cultures.
 
Seit 1992 hat er Projekte und Installationen entwickelt, die sich mit der Geschichte elektronischer Medien beschäftigen; neuartige Ordnungssysteme für Medieninhalte schaffen; und autogenerative Netzwerke konstruieren. Sein Hauptprojekt der letzten Jahre war VinylVideo (www.vinylvideo.com). Es handelt sich dabei um ein Stück Fake Medienarchäologie, eine "vergessene" Erfindung zur Speicherung von Fernsehsignalen auf Vinyl-Langspielplatten. Seine Arbeiten wurden vielfach in Europa, den USA und Japan gezeigt, u. a. Ars Electronica Linz, Biennale di Venezia, ICA London, Postmasters Gallery New York, Museum of Contemporary Photography Chicago, dem FCMM Festival Montreal, ICC Center Tokyo.
 
Im Moment arbeitet Gebhard Sengmüller an einem neuen umfangreichen Projekt, "The Parallel Image", das Konzepte der nicht-traditionellen Übertragung von Bewegtbildern untersucht. Diese interaktive, medienarchäologische Installation wird im September 2009 bei der ars electronica Linz zum ersten Mal gezeigt.
Gerda Lampalzer
 
 
 
 
 
© Videostill: Gerda Lampalzer
Gerda Lampalzer lebt und arbeitet als Medienkünstlerin in Wien und Niederösterreich. Kuratorentätigkeit, Vorträge, Workshops und Publikationen zu Video und Medienkunst, zahlreiche Ausstellungen und Preise. Seit 1987 Lektorin an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien im Bereich Medientheorie.
 
Gerda Lampalzer setzt sich in ihren Arbeiten in verschiedenster Form mit dem Verhältnis Bild, Text und Sprache auseinander. Die letzte größere Arbeit in diesem Zusammenhang war die Medieninstallation TRANSLATION, in der vier nicht deutschsprachige Personen beim Sprechen in ihrer Sprache (russisch, japanisch, spanisch, englisch) mit der Videokamera aufgenommen wurden. Diese Texte wurden in einem Videoschnittprogramm in kleinste Einheiten zerlegt und wieder neu zusammengesetzt. Das Ergebnis waren deutsche Texte mit völlig neuer Bedeutung, die zu einer vierkanaligen Installation choreografiert wurden. TRANSLATION ist als Kunst im öffentlichen Raum permanent an der Donauuniversität Krems installiert.
 
In ihrer neuesten Arbeit TRANSFORMATION wendet sie dieses Verfahren der Remontage von Nicht-Deutsch zu Deutsch erneut an, erweitert die Komposition aber um die Elemente Schrift und (wörtliches) Bild, die das Material für eine weitere Transformation der Originaltexte bilden. Den sprachlichen Ausgangspunkt bilden die fünf Nachbarsprachen Österreichs, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Slowenisch, Italienisch. Das Endprodukt wird eine Bild/Text Komposition für single screen.
Bernhard Lang
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 06
Thema: KOMPOSITION
BERNHARD LANG / WINFRIED RITSCH
thematische Begleitung: Marc Ries
Freitag, 28. November 2008, 20 Uhr
© Foto: Gerlinde Hipfl
 
*1957 in Linz. Schulbesuch und Musikstudium am Brucknerkonservatorium, Linz.
Ab 1975 Studium in Graz: Philosophie und Germanistik, Jazztheorie, Klavier, Harmonielehre und Komposition.
Ab 2003 a.o.Prof. für Komposition an der Kunstuniversität Graz
Teilnahme am Steirischen Herbst 1984, 1988, 1991, 1995, 1999 und 2003 ('Das Theater der Wiederholungen', Musiktheater, U.A. Graz 4. Okt. 2003. Paris Opera de la Bastille 2006) Moskau Alternativa Festival, Moskau Modern, 'resistance fluctuations' Los Angeles 1998, Tage Absoluter Musik Allentsteig I und II, Klangarten, Herbstfestival 98 Lissabon, Wien Modern, Münchner Opernfestspiele, Darmstädter Ferienkurse, Donaueschinger Musiktage, Salzburger Festspiele, Disturbances (Musiktheaterworkshop Kopenhagen 2003), Wittener Tage für Neue Kammermusik u.v.a. 2006 zentraler Komponist bei Wien Modern.
Winfried Ritsch
 
 
 
 
 
© Foto: Martin Krusche
*1964, beschäftigt sich seit seinem Abschluss der HTBLVA für Nachrichtentechnik mit Computermusik und deren technischen Möglichkeiten. Es entstanden Kompositionen für Tonband, radiophone Werke, Objekte, Experimente zur interaktiven Erzeugung von Computermusik, Kunstprojekte im Internet und Klanginstallationen. Er entwickelte Soft- und Hardware sowohl im Auftrag von IRCAM, dem IEM als auch in selbständiger Forschungstätigkeit und schuf elektronische Musikgeräte einschließlich der kybernetischen Modelle zur Steuerung. Er absolvierte Konzertreisen im Bereich der Computermusik durch Europa und die Vereinigten Staaten. Ritsch lebt und arbeitet seit 1982 in Graz, wo er am Institut für elektronische Musik und Akustik unterrichtet und das Medienkunstlabor im Kunsthaus Graz leitet.
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 05
Thema: AV-Performance
Tina Frank / Lia
thematische Begleitung: Marc Ries
Dienstag 22.April 2008, 20 Uhr
© Lia
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 04
Thema: Architektur
Annja Krautgasser / Lotte Schreiber
thematische Begleitung: Marc Ries
Freitag, 30. November 2007, 20 Uhr
© Lotte Schreiber
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 03
Thema: Schriftbilder
Andres Ramirez Gaviria / Jörg Piringer
thematische Begleitung: Marc Ries
Freitag, 28. September 2007, 20 Uhr
© Jörg Piringer
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 02
Thema: Topographien
Katharina Matiasek / Michael Aschauer
thematische Begleitung: Marc Ries
Freitag, 28. September 2007, 20 Uhr
© Michael Aschauer
medienWERKSTATTGESPRÄCHE 01
Thema: Found Footage
Dariusz Kowalski / Norbert Pfaffenbichler
thematische Begleitung: Marc Ries
Mittwoch, 27. Juni 2007, 20 Uhr
© Norbert Pfaffenbichler