VIDEO
EDITION AUSTRIA RELEASE 01
1994 gab die Medienwerkstatt
Wien als größter unabhängiger Videoverleih Österreichs den
ersten Teil der Video Edition Austria heraus. Die zehnbändige Edition (5
Kunstprogramme, 5 Dokumentarprogramme) lieferte einen repräsentativen Überblick
über 25 Jahre Videokunst und künstlerische Videodokumentation in Österreich.
Sie wurde von zahlreichen internationalen Kulturinstitutionen angekauft und vielfach
im In- und Ausland präsentiert und bildet so eine Basis für eine solide
Videokunstgeschichtsschreibung
Im Jahr 2001/02 wurde die Video Edition Austria um das release 01 (4 Kunstprogramme,
2 Dokumentarprogramme) erweitert. Seit 1994 ist nicht nur eine Fülle neuer
Arbeiten arrivierter Videokünstler und -dokumentaristen entstanden, es hat
sich auch eine neue Generation von Medienkünstlerinnen und -künstlern
etabliert, die im internationalen Ausstellungs- und Festivalgeschehen Fuß
gefasst haben. Die mittlerweile selbstverständliche Präsenz von Medienkunst
im Kulturbereich macht es umso notwendiger, eine fachlich fundierte und übersichtlich
kuratierte Sammlung weiterzuführen, die historische Nachbearbeitung und aktuelle
Videoausstellung, komprimierte audiovisuelle Information und Enzyklopädie
österreichischer Videokunst und -dokumentation ist.
Das release 01 der Video Edition Austria umfasst die Kunstprogramme: Confrontation
/ Moving / Narration / Space, sowie die Dokumentarprogramme: Reflections / Travelogue
(Gesamtlänge 595 Minuten).
Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen sind: Uli Aigner - Eva Brunner-Szabo
- Linda Christanell - Se-Lien Chuang - Ricarda Denzer - Carola Dertnig - Barbara
Doser - Elisabeth Fiege - Gertrud Fischbacher - Halt+Boring - Amina Handke - Oliver
Hangl - Hofstetter Kurt - Barbara Holub - Bernadette Huber - Anita Kaya - Karl-Heinz
Klopf - Sigrid Kurz - Gerda Lampalzer - Holger Lang - Maia - Markus Marte - Sabine
Marte - Maschek - Elizabeth McGlynn - Gertrude Moser-Wagner - [N:ja] - Christoph
Nebel - Manfred Neuwirth - Manfred Oppermann - Norbert Pfaffenbichler - Michael
Pilz - Michaela Pöschl - Oliver Ressler - Constanze Ruhm - Fiona Rukschcio
- Lotte Schreiber - Terese Schulmeister - Heidemarie Seblatnig - Skot - Franz
Wassermann - Constantin Wulff - Erwin Wurm.
Bei der Präsentation
der Edition im Rahmen der Diagonale wird der Schwerpunkt auf den Gedanken der
Sammlung als Zeitdokument gelegt. Das Umherschweifen zwischen künstlerischen
Positionen von 1969 bis 2001 erlaubt es - abseits vom meist saisonalen Kino- und
Festivalgeschehen - einerseits Kontinuitäten in gesellschaftspolitischen
Fragestellungen, andererseits höchst wechselvolle ästhetische Zugänge
zu verfolgen. Die Veränderung der Herstellungsbedingungen, die weitgehende
Auflösung von gattungsmäßigen Zuschreibungen, die Wahl diversifizierter
Öffentlichkeiten sollen hier als Stichworte für eine komplexe Entwicklung
stehen, die in einer so umfangreichen Edition deutlich erkennbar wird. In den
für die kommentierte Präsentation zusammengestellten Beispielen finden
sich immer wieder überraschende Berührungspunkte, die sowohl etwas über
die politische als auch über die technologische und ästhetische Geschichte
österreichischer Medienkunst erzählen.
Die Produktion der Video Edition Austria Release 01 wurde unterstützt
von BKA .Kunst, niederösterreich kultur, Wiener Städtische - Allgemeine
Versicherung.