Das Altern der bilder

Das Altern der Bilder
Ferdinand Stahl

Österreich 1993, 50 min,
dt/ger

Unsere Vorstellungen vom Altern stammen in der Regel aus einer Zeit, in der man unter anderen Bedingungen lebte und deshalb auch anders alterte. Obwohl nicht mehr zeitgemäß, prägen diese Bilder unsere Fähigkeit die Gegenwart zu erfassen, sie sind Leitbilder.
Ich habe mit verschiedenen Personen aus meinem unmittelbaren Umfeld Gespräche zu diesem Thema aufgezeichnet und zu videogemäßen Strukturen montiert. Die Themen, die angesprochen werden, sind die sozialen Bedingungen des Alterns heute und das Umfeld aus dem sie entstanden sind. Das Beharrungsvermögen der alten Bilder beruht zum einen auf den biologischen Grundzügen, die unsere Wahrnehmung bestimmen, zum anderen aber auch auf gesellschaftlich determinierten Faktoren, wie z.B. der Entflechtung unserer Lebensräume und den Programmstrukturen unseres Lebens.
In der formalen Auflösung habe ich jeder Person eine spezifische Weise der Aufnahme oder Bildbearbeitung zugeordnet. Dies entspricht der spezifischen Präsenz dieses Themas in unserer Gesellschaft. Jeder altert in seiner Weise. Im gesellschaftlichen Kontext redet man über den Generationenvertrag, der die Pensionen der Alten sichern soll, doch eigentlich schiebt jeder das Thema vor sich her. Es sind immer die anderen, die sterben und für die gibt es sicher irgendein Hilfsprogramm. Den paradoxen Zusammenhang zwischen dem, wovon man redet und dem, was man sieht, habe ich durch die konsequente Dekonstruktion dieser Gesprächssituationen herausgearbeitet.

Six persons tell us how they cope with age, in anecdotes, so we can also see the course of time.

Die Produktionen aus unserem Medienarchiv sind älteren Datums und daher in verschiedenen Videoformaten oder nur als Ansichtskopie vorhanden.

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