Deckname Schlier

Deckname Schlier
Dieter Matzka, Wilma Kiener

Österreich/BRD 1986, 90 min, dt/ger

Die Chronik des KZ-Nebenlagers von Mauthausen und des V2-Prüfstandes in Redl/Zipf in Oberösterreich Anfang Oktober 1943 werden die Lagerkeller der Brauerei Zipf von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Unter strengster Geheimhaltung soll ein V2-Raketenrüstungswerk aufgebaut werden. Zugleich wird in Zipf ein Nebenlager des KZ Mauthausen errichtet. Bis in das Jahr 1944 müssen die KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen neue Stollen, Bunkeranlagen und einen riesigen Betonprüfstand zur Erprobung von V2-Antriebsaggregaten aufbauen. Eine große Anzahl dieser Häftlinge stirbt dabei. Im Frühjahr und Sommer 1944 ereignen sich im Bunker schwere Explosionen, bei der zweiten werden fast das gesamte Prüfpersonal und 3 BDM-Mädchen getötet. Bis Ende des Krieges können keine Prüfungen mehr stattfinden. Im Mai 1945 wird das KZ-Nebenlager Schlier aufgelöst, in einer Großaktion vernichtet die SS alle Unterlagen des gesamten Unternehmens Schlier. Die bisher unbekannte Chronik des KZ-Nebenlagers und des V2-Prüfstandes ist das zeitgeschichtlich wichtigste Ergebnis dieses Videofilms. Die zufällige Entdeckung eines "unbedeutenden" Bunkers in Zipf lassen langsam Zusammenhänge von Erinnerungen und Dokumenten erkennen. Menschen werden vierzig Jahre später durch die beharrlichen Nachforschungen der Filmautoren mit der bis jetzt bewußt verschwiegenen oder auch vergessenen Vergangenheit konfrontiert.
Die wichtigsten Zeitzeugen im Film: Dr.Paul Le Caer, ehemaliger KZ-Häftling, der bei Auflösung des Lagers das Totenbuch vor der Vernichtung gerettet hat. Frau Theresia Schausberger, Bäuerin in Zipf, auf deren Grund die Bunkeranlage errichtet wurde. Sie mußte als junges Mädchen am Bau mitarbeiten. Herr Kurt Moog, damals leitender Angestellter des Rüstungswerks Schlier. Prof. Hermann Oberth, Raketenforscher, dessen Tochter Ilse bei der zweiten Explosion im Werk tödlich verunglückte.

A hidden bunker accidentally discovered in Zipf, Upper Austria, turns out to be part of a Second World War Nazi rocket factory. Nearly fifty years on, survivers of the slave labour force, principally from the concentration camp at Mauthausen, as well as staff and engineers who built and tested the V2 rockets, are tracked down and asked to confront their buried memories of the years 1943-45. As they remember, the lost history of the V2 rocket testing station SCHLIER is reconstructed in all its tragic detail.

Verleihpreis 1 Vorführung/ distribution price 1 screening
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Kaufpreis für private Nutzung/ selling price for private use
VHS/DVD
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Kaufpreis semi-private Nutzung (Schulen, Mediatheken, Bibliotheken)/selling price for semi-private use (schools, mediatheques, libraries)
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50,- Order
Kaufpreis Medienstellen mit Verleih/selling price for institutions with distribution
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