Die lange Hoffnung

Die lange Hoffnung
Medienwerkstatt Freiburg

BRD/GB 1984, 86 min, dt/ger

Das Video beginnt, wo andere über die Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Denn zum ersten Mal erhielten deutsche Filmer die Erlaubnis, in Spanien Aufnahmen zu machen. 6 Wochen lang begleiteten sie Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an einem beispiellosen sozialen Experiment teilgenommen haben: Bauern, Taglöhner, Handwerker und Arbeiter kollektivierten Landbesitz und Produktionsmittel. Es war keine blutige Staatsaktion, sondern tatsächlich eine Revolution von unten, ausgelöst von Anarchosyndikalisten und ihrer Gewerkschaft CNT, die 1936 mit einer Million Mitglieder eine bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellte.
Clara und Augustin treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Dazwischen liegen für beide Gefängnis, Exil, Kampf und Niederlagen. Und doch verkörpern beide ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung, die nichts gemein hat mit der Kurzlebigkeit vieler politischen Bewegungen heute. So ist die Geschichte des Videofilms im doppelten Sinn Geschichte: Zwei alte Kämpfer suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben Spanien, in dem diese Geschichte unterschlagen wird. Eine Reise hat ihre eigene Dynamik: Zufällige Begegnungen entstehen, längst Verschüttetes wird hochgespült, und feste Einschätzungen werden mit einer anderen Realität konfrontiert. Ihre Erfahrungen und Lebendigkeit sind hier festgehalten.

Die Produktionen aus unserem Medienarchiv sind älteren Datums und daher in verschiedenen Videoformaten oder nur als Ansichtskopie vorhanden.

Wenn sie Interesse an dieser Produktion haben, bitte kontaktieren sie uns unter office@medienwerkstatt-wien.at

Wir informieren sie dann gerne, ob und wie wir diese Produktion zur Verfügung stellen können.