Für Karajan gibts Millionen, wir haben nichts zu Wohnen

Für Karajan gibts Millionen, wir haben nichts zum Wohnen
Offenes Studio Salzburg

Österreich 1982, 20 min, s/w, dt/ger

"Für Karajan gibt's Millionen, wir haben nichts zum Wohnen!" Das riefen Salzburger Obdachlose als sie am 11. Dezember 1981 ein leerstehendes Haus besetzten. Sie traten damit bewusst an die Öffentlichkeit, um auf ihre Probleme hinzuweisen. In Salzburg gab es damals 650 Obdachlose. Die Initiativen der Stadt reichten nicht aus, um diese Leute aufzufangen. Folgendes Faktum belegte die Lächerlichkeit und Groteske der landläufigen Sozialpolitik: In der Stadt Salzburg standen 3.000 Wohnungen leer und 8.000 konnte man als "Festspielzweitwohnungen" einiger betuchter Leute ansehen. Diese Wohnungen standen leer, während die Parks sogar im Winter voll waren. Jeden Winter erfroren Obdachlose in den Parks von Salzburg. Das Band ist eine Dokumentation aus der Sicht der Hausbesetzer, mit denen die Filmemacher intensiven Kontakt hatten. Das aufgenommene Material wurde gemeinsam gesichtet, Diskussionen dabei auf Tonband aufgezeichnet und das ganze Material schließlich zum vorliegenden Band montiert. Es entstand ein authentisches Bild ber die Situation der Salzburger Obdachlosen.

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