Maschinensturm

Maschinensturm
Christian Bau, Maria Hemmleb, Manfred Oppermann

BRD 1987, 45 min, dt/ger

1987 Preis der Deutschen Filmkritik

In den Kämpfen der englischen Minenarbeiter und Drucker erlangte der Begriff "Luddismus" eine neue politische Aussagekraft. Die FilmemacherInnen von "Maschinensturm" suchten nach den Parallelen zwischen den Kmpfen der Maschinenstrmer des vorigen Jahrhunderts und den verschiedenen Widerstandsformen heute. Die luddistische Bewegung zeichnete sich durch geplantes Vorgehen, direkte Aktionen und klar gesteckte Ziele aus. Darin lag die Gefahr für die Herrschenden und der Grund, warum "Maschinenstürmer" als Schimpfwort benutzt wurde und Maschinensturm nach wie vor ein absolutes Tabu-Thema ist. In zahlreichen Interviews stießen die FilmemacherInnen auf soviel Wut, Abneigung und Hass gegen Maschinen, dass die Schilderungen von geglückten, gescheiterten oder erträumten Versuchen, sich gegen sie aufzulehnen, nicht als sporadische, bedeutungslose Affekthandlungen gewertet werden können. Der Film behandelt die aktuellen Auseinandersetzungen in ihrem geschichtlichen und ideologischen Rahmen und zeigt die Kontinuität des Luddismus vom 18. Jahrhundert bis heute.

"We were aware even before we started filming that people everywhere were capable of resistance to machines and work. We had gathered reports about actions against the institutional violence of the new technologies. In England - in connection with the coalminer and printer strikes of the l980s - we came across the concept of Luddite, a word with a long tradition there. We wondered whether there were any parallels between the machine wrecking struggle of the first Luddites at the beginning of the last century and the various forms of resistance today. To our surprise, we turned up evidence of a strong and widespread neo-Luddite movement.
In the course of the numerous interviews we made, we discovered so much anger and hate against machines that the descriptions of successful, unlucky and fantasy sabotage attempts could only be assessed in a positive light - and not as sporadic, futile and temperamental deeds. For this reason, the film shows the current debate in historcal and ideological terms."
The filmmakers

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