Present

Present
Bernadette Dewald

Österreich 1992, 19:25 min,
no dialogue

Present basiert auf fünf einstündigen Videoportraits, die assoziativ miteinander verschnitten sind, wobei Bild und Ton eine gleichwertige Rolle spielen. Die temporale Logik wurde eingehalten, indem bei jeder Person die Szenenabfolge dem ursprünglichen zeitlichen Ablauf folgt.
Present erzählt also fünf "Geschichten", in denen die Personen nicht als Handlungsträger bzw. Statisten fungieren, sondern die Personen an sich in ihrer körperlichen Präsenz Thema sind. Die künstliche Situation des Filmens (Portraitierens) potenziert die Aufmerksamkeit der beiden agierenden Personen - des Beobachteten und des Filmenden. Ziel war die Schärfung der Konturen und des Blickes. Der Schnitt versucht, die visuellen und akustischen Brüche/die Stimmungsbrüche zwischen den einzelnen Situationen zu integrieren und zu benutzen, um die Aufmerksamkeit/Präsenz des Zuschauers aufrecht zu halten. "Störstreifen" fungieren als Irritationen für den "Voyeur", als Schutz für die Personen/Charaktere.
Present thematisiert die Faszination der Anwesenheit als Teil der Realität Mensch und die Lust und Spannung des Beobachtens auch dort, wo vordergründig nichts geschieht. Der Lauf der Zeit stellt sich ein und verschmilzt fünf verschiedene Menschen zu einer Geschichte ohne Geschichten. Stimmungen, Verwandtschaften, Gegensätze, Straßenlärm, der durchs Fenster tritt, erzählen.
Bernadette Dewald

Clips from five video portraits which have been associatively put together form the basis of the film Present. The target of using these portraits was not to put together an "interview" rather the intention was to focus on the view of these persons more clearly, while outlining their contours. The image and sound sequences both play equally important roles in the final montage. The cut integrates visual and acoustic breaks/mood changes between each individual situation, and applies them until they become an irritation and an harassment. The emphasis is not on the people as actors in Present; rather, their physical presence is of great importance. Some central themes of this film include: the fascination of presence as part of the reality of a person and the lust and tension inherent in observation itself, within an apparently static situation. Digitally generated "disturbance signals" on the screen serve as "interruptions" for the "voyeur" and makes her/his status as such evident. A clearly defined time-continuum develops in this film, because the sequence of scenes dealing with each individual person is strictly bound to the original sequence. The intuitive logic of the cut melts five different people into one story without stories. Moods, similarities, contrasts, background noises, etc., tell the story.
Bernadette Dewald

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