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Kurzvideos von Gerda Lampalzer
 
... and the sphinx thinks ...
Es
Luftzeichen
Hernia Repair
Split Screen
Translation
How do you like the Philippines?
Österreich im Kettenhemd
Bluthochdruckerei 1/2007
€ 9,90 + Versandkosten
... and the sphinx thinks ...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

... and the sphinx thinks ...

 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 1993, 20:59 min, dt/ger
Inhalt    Mediaclip     

"Was denken diese Versteinerten eigentlich? Können ihre Seelen wirklich fliegen... sich an jedem Ort der Erde niederlassen, um die Verantwortung für alles Rätselhafte zu übernehmen? Und unterhalten sie sich... so langsam, dass es nur Eingeweihte verstehen können? Welche Geschichten würden sie uns erzählen, wenn wir sie verstünden?" Protagonisten einer Reihe von merkwürdigen Geschehnissen sind eine Fotografin, die ihren maritimen Fantasien nicht entkommen kann, und ein Wissenschaftler, der sich auf das Aufspüren von Mischwesen spezialisiert hat. Beiden stößt die seltsame Tatsache zu, dass sich auf ihren Polaroids Bilder entwickeln, die sie gar nicht fotografiert haben. Spätestens als sie - gemäß der ihnen eigenen Art - versuchen, den Spuren nachzugehen, wird auch der Zuschauer in ein Rätsel verwickelt, wer nun welche Geschichten erzählt und welchen Medien noch zu trauen ist.

 

Es

 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 1994, 4:19 min
 
Auf dem Schiff durch die Nordsee. Ist Schwangerschaft ein Sprung ins kalte Wasser? Innen und außen beginnen zu verschwimmen. Ich erinnere mich an einen Traum, den ich mit 6 Jahren mehrmals geträumt habe. Ich schwimme in einem Schwimmbecken. Da falle ich plötzlich mit einem Schwall Wasser nach unten heraus in ein nächstes Becken. Das wiederholt sich mehrer Male. Immer wieder dieses Fallen in ein neues Schwimmbecken. Schaue ich mir deshalb so gerne das Turmspringen im Fernsehen an?
Luftzeichen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Luftzeichen

 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 1995, 6:43 min, no dialogue
 
Das Video zeigt Impressionen von einem Drachenfestival, das ich während einer Japanreise besucht und dokumentiert habe. Der rautenförmige Bildausschitt betont die zeichenhafte Formung vieler Dinge, auch gesellschaftlicher Ereignisse, die mir in Japan oft begegnet sind.
Hernia Repair

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Hernia Repair

 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 1999, 4 min
 
Laparoskopische Leistenbruchoperation im Krankenhaus Klosterneuburg. Bilder aus dem Inneren des Körpers im Außen eines nächtlichen Krankenzimmers. Aus dem Tagebuch: Mein Bauch wird von mehreren Händen befühlt. Dreimal die selben Fragen, dreimal die selben Antworten. Als die Elektrokontakte im Gelee auf meiner Haut schwimmen, bekomme ich Angst. Im TV wird eine Bauchdecke geöffnet. Raymond Roussel winkt aus Afrika. Im Glas ruht eine Schlaftablette. An silbernen Oberflächen spiegelt sich immer wieder das weiß und fleischfarbene Bild eines gesunden Körpers. Um ihn herum ist schwarz. Ich sage: "Ich habe das Gefühl, mir purzeln die Organe durcheinander." Er sagt: "Würde man im Stehen jetzt ein seitliches Röntgen von Ihnen machen, würde man von der Leber abwärts eine Gassichel sehen.
Split Screen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Split Screen

single screen version
 
Gerda Lampalzer / Manfred Oppermann
 
Österreich 2002, 4 min
 
Split Screen zeigt ein Glücksspiel mit drei Nussschalen, wobei unter einer eine Erbse verborgen ist. Dieses Videobild ist als klassisches Split Screen der Mitte senkrecht geteilt. Das Videobild wird sowohl zeitlich als auch räumlich in zwei Teile zerlegt und wieder zusammengesetzt. Die ganzheitliche Bildwahrnehmung wird dadurch einer deutlichen Irritation unterzogen. Durch die Darstellung eines Glücksspieles wird zudem die neuronale Zweiteilung (linke/rechte Gehirnhälfte) reflektiert. Es gilt sowohl rational (durch Beobachtung) als auch intuitiv (durch Raten) zu entscheiden, unter welcher der 3 Nussschalenhälften die Erbse verborgen ist.
Translation

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Translation

Demoversion
 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 2003, 15 min
 
Inspirierende Idee für das Projekt TRANSLATION war die Vorstellung, dass in jeder Sprache eine andere verborgen sein könnte. Zur Überprüfung dieser Möglichkeit wurden vier Personen in ihren Muttersprachen (russisch, japanisch, spanisch, englisch) mit Video aufgenommen, die Passagen in kleinste Einheiten zerlegt und wieder neu zusammengesetzt. Das Ergebnis waren deutsche Texte mit völlig neuer Bedeutung. Diese nun künstlichen Texte wurden zu einer vierkanaligen Installation choreographiert. Der Rhythmus folgt dabei eher musikalischen als semantischen Gesetzen, wodurch sich eine surreale Poesie ergibt, in der auch das utopische Moment des Verfahrens liegt: Das Spiel mit einer universalen Sprache, mit der Relativität bedeutungsvollen Sprechens. Mit Sergey Panteleev, Rie Takahashi, Jorge Daniel Valencia, Kim Hogben.
How do you like the Philippines?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

How do you like the Philippines?

 
Gerda Lampalzer
 
Philippinen / Österreich 2004, 4 min
Inhalt    Mediaclip     

In der Videoinstallation "How do you like the Philippines?" werden dem Blick aus dem Taxifenster auf die Straßen der philippinischen Inseln Cebu und Negros Nahaufnahmen von in Wien gekauften philippinischen Export-Produkten gegenübergestellt. Auf den ersten Blick scheint man die zwei Enden einer Handelsbeziehungen im Zeichen der Globalisierung vor sich zu haben. Das komplizierte Geflecht von Wahrnehmung, Realität und Fiktion entfaltet sich aber erst durch den Text, der von Zeit zu Zeit eingeblendet wird: How do you like the Philippines? They serve you well. How do you like the Philippines? They surf you well. Zwei Antworten auf dieselbe Frage als Produkt eines Missverständnisses, eines Hörfehlers, der wie alle Missverständnisse mehr enthüllt als verbirgt. Von Katalogen mit philippinischen Heiratskandidatinnen bis zum Tauchparadies im chinesischen Meer, von unmenschlichen Arbeitsbedingungen in Muschelfabriken bis zum tropischer Früchtebuffet im Beach Ressort, von der strategischen Platzierung internationaler Handelsketten bis zum fröhlichen Insulaner, von der philippinischen Krankenschwester bis zum vergnügungsbereiten Transvestiten. They serve you well, they surf you well.
Österreich im Kettenhemd

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Österreich im Kettenhemd

 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 2005, 1 min, dt/ger
 
"Österreich im Kettenhemd" ist eine Remontage einer Rede Wolfgang Schüssels (zu der Zeit österreichischer Bundeskanzler einer rechtskonservativen Regierung), die er Anfang 2005 - dem sogenannten Bedenkjahr - im Rahmen einer parlamentarischen Feierstunde hielt, die zur Gänze vom ORF ausgestrahlt wurde. Aus einem ca. 10-minütigen Ausschnitt der Rede wurden einzelne Silben und Laute extrahiert und wieder neu zusammengesetzt. Der Fond aus dem Sprachmaterial wurde dabei nicht als vorher festgelegter Zieltext erzeugt sondern entwickelte sich während des Schnittprozesses aus der vorhandenen Phonemsuppe. Der Text findet auf diese Weise zu seiner von der Politikerperson nicht mehr gefesselten Poesie.
Bluthochdruckerei

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Bluthochdruckerei Version1/2007

 
Gerda Lampalzer
 
Österreich 2007, 9:15 min, Engl. UT
Inhalt    Mediaclip     

 
Das Video besteht aus der Aneinanderreihung verschiedenster Fahrten, zu Wasser, zu Lande, im Auto, im Zug, auf dem Schiff, in der Straßenbahn,… Ein Strom vorbeiziehender Bilder - rhythmisch auf- und abgeblendet - über die gleichförmig Texte hinwegziehen. Sie speisen sich aus den durch die Geschwindigkeit des Vorbeifahrens entstandenen Veränderungen oder Deformationen gehörter oder gelesener Worte. Aufgeschnappte Gesprächsfetzen, innere Wortbilder, Lesefehler… Wien: In der Straßenbahn. Eine alte Frau schimpft mit lärmenden Jugendlichen. Da lese ich deutlich im Vorbeifahren: BLUTHOCHDRUCKEREI. Seltsam, ein zweiter Blick eröffnet mir, dass es BUCHDRUCKEREI heißt. Aber oft hat man nicht die Zeit für diesen zweiten Blick. Im Vorbeifahren muss man mit dem arbeiten, was sich einem bietet: "Hominidenschleuse, Frucht- und Rettungsplan, Steiderle, Steiderle!, telefonische Abgase, Lehmmuskel, Deformationsassistent."