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Gesamtliste A-Z

VIDEO EDITION AUSTRIA release 02 DVD 2
Reflecting Media / Reference Movie

 
Reflecting Media
Tokyo Arcade Warriors - Shibuya
Die Schudas - die Mr.Dawn B.Schicksal-Show; die fatale Karmashow; der Antimetabolide
Vibration
Zeit im Bild
Armes Floh! / Jürgen Thomas
Twotiming
Multiple Räume 3 - Blue Skin
Exploring Video Space
Displaced Space
Reshape
 
Reference Movie
In This Old Town
Part Time Heroes
Seven-hundred-forty-five
Candlelight Dinner
Flown
Paranoia (Death Valley)
Doktor Miyagis Geheimnis
 
€ 14,90 + Versandkosten

 

Tokyo Arcade Warriors - Shibuya

 
Axel Stockburger
 
2005, 9:50 min
 
TOKYO ARCADE WARRIORS - SHIBUYA ist Teil einer Serie von Videos, die Spieler von Computerund Videospielen portraitiert. Hier wurden die Spieler in drei verschiedenen öffentlichen Spielhallen im Shibuya Distrikt von Tokyo aufgenommen. Die Gesichter der Spieler sind die einzige visuelle Evidenz des Spieles und die mimischen Reaktionen der Spieler sind mit den Geräuschen der Spiele synchronisiert.

 

Die Schudas - die Mr. Dawn B. Schicksal-Show; die fatale Karmashow; der Antimetabolide

 
Susanne Schuda
 
2005-2008, 6:30 min
 
Das Fernsehen der Schudas: DIE SCHUDAS sind collagierte Figuren, animiert in 3D, und ein Fernseher. Die Figuren, die in ihrer depressiv-regressiven, apathischen Agonie des unauflöslichen Selbstmitleids handeln, sehen sich Figuren an, die sich im Fernsehen hysterisch, rauschhaft mit Belanglosigkeiten in stilisierter Form in Szene setzen. Man tritt also ein in die Rezeptionsebene der Schudas und erreicht hiermit eine neuerliche Abstraktionsebene in den hysterischen Sublimierungsversuchen der Charaktere.
Auszug: Wolf Günter Thiel

 

Vibration

 
Robert Mathy
 
2007, 1:27 min
 
VIBRATION ist eine Arbeit, die sich dem medialen Vokabular der TV-Sport-Übertragung analytisch nähert. Einzelne Durchgänge einer Riesentorlauf-Aufzeichnung wurden zeitsynchron überblendet. Das daraus entstandene Video - mit der Dauer eines Durchlaufs vom Start bis ins Ziel - zeigt somit gleichzeitig die annähernd identischen Bewegungsmuster. Die vom Medium spektakulär behaupteten, aber in Wirklichkeit kaum zu unterscheidenden sportlichen Leistungen, werden zur visualisierten statistischen Bagatelle im sonst völlig homogenen Gesamtbild der Informationseinblendungen und Schnittfolgen

 

Zeit im Bild

 
Flora Watzal
 
2007, 17:20 min
 
In ZEIT IM BILD unterzieht Flora Watzal Nachrichtensendungen einer chronoästhetischen und zeitsemantischen Analyse. Genauer: Sie entleert die Bilder und Einstellungen der Sendung, indem sie diese auf ihre wesentlichsten formalen und zeitstrukturellen Parameter reduziert. Sowohl die SprecherInnen als auch die Lettern und Schriftzüge der Einblendungen werden eliminiert. Der bzw. die Betrachterin sieht sich einer bloßen Abfolge entleerter Flächen und Räume gegenüber. Dieser ikonoklastische Eingriff legt die immanente Logik des Mediums, seine unsichtbaren Selektionsprozesse und -mechanismen frei. "Übrig" bleibt das - bis auf kleine Abweichungen - täglich wiederholte zeitliche Schema der Nachrichten. Dieses der Ökonomisierung der Aufmerksamkeit entsprechende Schema wird als hegemonial eingeübte Zeitmatrix lesbar. Nicht die Beiträge modellieren das Format, sondern umgekehrt.
David Komary

 

Armes Floh! / Jürgen Thomas

 
Christoph Schwarz
 
2004, 4:00 min
 
Der Kinderlied-Bastard-Smash-Hit "Armes Floh!" machte Jürgen Thomas über Nacht weltberühmt. Oder anders gesagt: Die Nichtüberschneidung der Popkulturen Österreichs und Tschechiens ermöglichte es, einen sensationellen Erfolg im jeweiligen Nachbarland vorzugaukeln. Durch die Vorwegnahme einer sonst dem Fernsehsender vorbehaltenen Live-Chat-Ebene wird im Musikvideo zur gleichnamigen Nummer ein fiktiver Streit zwischen Thomas' glühenden Anhängern und Feinden zum zentralen Bildelement - und aus dem Durchschnittstypen Jürgen Thomas ein glaubwürdiger neuer "Karel Gott des Trash".

 

Twotiming

 
Oliver Hangl
 
2003, 5:00 min
 
Ausgehend von der stereoskopischen Fotografie stellt Oliver Hangl in seinem Musikvideo TWOTIMING zwei scheinbar identische Laufbilder manipulativ nebeneinander: Setting und Statisterie sind gleich, nur der Hauptakteur ist nicht derselbe. Das asynchrone Spiel paralleler Identitäten durchläuft eine Reihe von Popkultursujets - ein imperfekter Paarlauf zweier beherzter Dilettanten, die tanzen, singen oder einfach müde sind. Die Verdoppelung von Identität bedeutet zugleich deren Auflösung - ein Spannungsfeld, das sich dem Betrachter letztlich als offene Projektionsfläche darstellt.

 

Multiple Räume 3 - Blue Skin

 
Teresa Galen
 
2006, 4:00 min
 
Der "white cube" ist Ausgangsbasis dieser Arbeit, er wird in seiner Materialität verändert, um Raumentgrenzung zu schaffen. Das Video zeigt eine Person, deren Handlungen verschiedene Zeitebenen und Orte miteinander verschmelzen lassen. Der erste Transformationsakt öffnet die räumliche Enge des Kubus zu einer weiten Berglandschaft, in weiterer Folge führt das "Sichtbarmachen" der eigentlichen Zweidimensionalität dieser Bildebene zurück in den "white cube".
Teresa Galen

 

Exploring Video Space

 
Benjamin Gaier
 
2002, 2:50 min
 
Als der Akteur die Kamera in die Hand nimmt und durch den Sucher blickt, wird die Videoprojektion aktiviert. Der Akteur wird durch das Imitieren der Kamerabewegungen der Projektion Teil des Videos. Auf der eigentlich leeren Bühne wird eine Parklandschaft erkundet. Die Performance gleicht einem reverse-engineering des Akts des Filmens. Im Intermedium von Performance und Video entsteht in der Vorstellung des Betrachters ein virtueller Raum.

 

Displaced Space

 
Benjamin Gaier
 
2004, 1:30 min
 
Der Blick wandert über kartografisch erscheinende Strukturen. Das Raster weist noch auf das verwendete Papier hin, auf das die Strukturen eines alten verwitterten Baumstammes mit einem Graphitstift übertragen wurden. Durch das Abreiben mit der Frottagetechnik vermischen sich Struktur von Graphit und Holzverwitterung miteinander. Daraus entsteht ein abstraktes Bild. Das Abtasten der Struktur mit dem Stift wiederholt sich bei der durch Computeranimation bewegten Kamera.

 

Reshape

 
Doris Schmid, Music: gnomus
 
2007, 3:30 min
 
Ein Wind bläst durchs Zimmer, in der Ecke kommt ein Gewitter auf, über dem Bett ziehen Wolken vorbei, Schatten von Hausfassaden wandern über den Tisch. Schauplatz ist ein Hotelzimmer in einem ehemaligen Schloss, bespielt mit Videosequenzen von zeitlich manipulierten Ausblicken. Unterschiedliche Geschwindigkeitsabläufe sind im selben Bild kombiniert, anschließend projiziert und wieder gefilmt. In kurzen Einstellungen entwickeln sich Raumsituationen als simultane Doppelprojektion zu Tableaus. RESHAPE handelt von der Wahrnehmung unterschiedlich konstruierter Räume.

 

In This Old Town

 
Markus Hanakam / Roswitha Schuller
 
2008, 24:00 min
 
Die Animation zeigt inhaltlich Parallelen zu dem Genre Roadmovie, auch weil wir das Drehbuch von "Leaving Las Vegas" dafür adaptiert haben. Teile des Drehbuches, hauptsächlich Regieanweisungen und Setbeschreibungen, wurden remixed und werden von einer männlichen Off-Stimme gesprochen. Die Szenerie besteht aus zweidimensionalen Grundrissen, die typische Orte dieses Genres zeigen: die Bar, das Motel, den Pool, etc. Der Blick auf diese Szenerie ist ein Spiel mit Abstraktion, Maßstab und Imagination.

 

Part Time Heroes

 
Chris Haring / Mara Mattuschka
 
2007, 33:30 min
 
Auf und ab geht der Aufzug der Ruhmsucht, die Konjunktur der Egos, jedes isoliert in seiner anachronistischen Startgarderobe, allein ausgeliefert der sinistren Armatur hoffnungslos veralterter Mikrophone, Radios, Kommunikationskrücken. Jede Figur bekommt ihre kleine Chance, zu beweisen, dass sie das Selbst, das so gut ist wie jedes andere Selbst, besser verkörpert als andere …
Katherina Zakravsky

 

Seven-hundred-forty-five

 
Uwe-Daniel Kopp
 
2007, 28:30 min
 
LIZ, in love with SPIDER-MAN? COSMONAUT LEV ANDROPOV dances and sings. The CINEMATOGRAPHER and the CAMERA OPERATOR don't know what's real anymore. KERIM and LUCY on coke, COSMONAUT LEV ANDROPOV prefers heroin. The biggest waste since television. Call the bomb squad. The CLAPPER BOY laughs. Pull back to reveal. ADOLF is frantically reaching for a polaroid camera. GENERALSCHMUCK needs a new prescription. Instead, two REBEL SOLDIERS want to rescue the soft drinks. It’s orange and pink and yellow. DAVID thinks for a second.

 

Candlelight Dinner

 
Christina Tsilidis
 
2003, 2:50 min
 
In dieser Videoarbeit wird auf die Kolonisation in der Gegenwart im Hinblick auf die steigende Ausbreitung der großen Fastfood- und Bekleidungsketten eingegangen. Individuelle Atmosphären an Plätzen unterschiedlichster Städte werden durch die Ansiedlung dieser Ketten vereinheitlicht und gehen in Folge verloren. Humorvoll wurde diese Position vertauscht, indem in drei verschiedenen McDonald's-Restaurants unangemeldet ein "Candlelight dinner" veranstaltet wurde, wobei einschließlich des Essens alle notwendigen Requisiten mitgebracht wurden. Zu meiner Überraschung wurde ich erst aus der dritten Filiale hinausgeworfen.

 

Flown

 
Heike Nösslböck
 
2006, 1:40 min
 
Geisterhafte Umrisse auf schwarzem Hintergrund erzählen in aller Kürze von den vielleicht längsten Minuten im Leben, nämlich denen vor der unabwendbaren Katastrophe: einem Flugzeugabsturz. In aufs Minimalste reduzierten Bildern und mit einer Soundspur, die aus Flugzeugabsturz- Szenen diverser Hollywoodproduktionen erstellt wurde, wird diese Extrem - situation geschildert. Indem das Geschehen sowohl seiner narrativen Einbettung als auch seiner konkreten Bildebene beraubt wurde, wird das katastrophale Ereignis in viel konzentrierterer Form vermittelt.

 

Paranoia (Death Valley)

 
Miriam Bajtala
 
2005, 5:30 min
 
Miriam Bajtalas PARANOIA (DEATH VALLEY) inszeniert eine eigentümliche Verfolgungsjagd zwischen Kamera und Subjekt inmitten des kalifornischen Death Valley: Eine Frauenfigur flüchtet vor der Kamera, verschwindet plötzlich, worauf das Kamerasubjekt - ein zeitgerafft dahinwatschelndes Etwas -- ihr durch die pittoreske Geisterstadt dorthin folgt, wo die Dame verschwunden ist. Der gesamte Ablauf wiederholt sich einmal, öffnet sich hin zur geloopten Unendlichkeit, doch Bajtala lässt ihr filmisches adventure game schon vorher enden, ohne dass die Verfolgerin die Verfolgte je erwischt hätte.
Michael Palm

 

Doktor Miyagis Geheimnis

 
Julia Kläring / Nils Olger
 
2007, 22:00 min
 
Ich kann ihnen keine Papiere geben, weil ich noch keine Identität habe. Ich bin nicht von hier und ich habe nicht studiert. Darum bestimmen eure Gesetze, dass ich über Nacht in einem Gasthaus bleiben muss. Sobald ich einen Namen habe, werde ich in der Lage sein, Ihnen meine Papiere zu geben. Kathy Acker: Don Quixote
Der Kurzspielfilm erzählt von der Ärztin Elke Miyagi, welche die unbekannte K in ihren Wohn- und Arbeitsbereich einlässt und eine Nacht mit ihr verbringt. Bild, Spiel und Sprache erzeugen eine modellhafte Künstlichkeit, eine geschlossene Welt, die in Bewegung gerät, als es zu der Begegnung kommt.