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Unbeschreiblich weiblich

 
 
 

 
 
 
 
 
 

 

Unbeschreiblich weiblich

 
Ilse Gassinger, Gerda Lampalzer, Karin Schmid
 
Österreich 1983, 48 min, dt/ger
Inhalt    Mediaclip  

Weibliche Sozialisation. Das Video folgt chronologisch den Lebenszusammenhängen - Kleinkind, Kind, Jugend, Hausfrau, Frau im Beruf - verwickelt aber jene die Kamera und das Mikrofon erreichbaren Realitätssplitter (Interviews, Beobachtungen auf der Straße, etc.) in eine Kommunikation mit den persönlichen Erfahrungen der Videoautorinnen, die sich zum Teil für die Kamera inszenieren. Die dokumentarische Absicht wird immer mehr überlagert vom eigentlichen Prozess des Videofilms, der Befragung der eigenen Identität als aufgezwängter. Das Mittel mit dem die Collage neu zusammengefügt wird, ist die Ironie, der feine Spott.
 
"Unbeschreiblich weiblich" ist Teil eines Vorhabens, das "Frau-sein" als "Zur-Frau-gemacht-Werden" aufzuzeigen. Die Montage des Videofilms ist eine Collage, das Zusammensetzen scheinbar disparater Elemente wie Interviews, Gespräche, Spielszenen, Fotos, Werbespots, Straßenszenen, Schlager. "Und wenn man grad richtig denkt, so sag' ich mir, ist mir ein Bub schon lieber." Aber Mädchen lernen schneller, wie ein anderes Interview bekanntgibt. Welches Spielzeug wird für Mädchen gekauft? Erstens die Babypuppe und zweitens Puppengeschirr, und für Buben Elektronik. Und das Mädchen ist schon wie die Mama: brav, sparsam, fleißig, modisch, treu, aufrichtig. Wieder ein Schlager zur Entspannung, tralalala, yes, I'm so pretty ... in der Sandkiste beim Kuchenbacken. Die Mädchen werden zu Jugendlichen. Disco-Atmosphäre. Ihre Zukunftsvorstellungen und Wünsche, und: "Was sind eure größten Probleme?" Die Figur, die Wirkung auf andere. Die Schönheitsindustrie und ihre Werbespots liefern Material für schräge Montagen. Erinnerungen an die Pubertät, die ersten Tanzschritte. Andere junge Frauen, die den konventionellen Weg verlassen haben, halten Rückschau. Arbeitswelt. Aufnahmen in einem Großraumbüro, in einer Großküche, in einem Haushalt. Das Geschehen verlagert sich in den Ton.