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Gesamtliste A-Z

VIDEO EDITION AUSTRIA release 01 DVD 4
Travelogue

 
Was übersetzt ist noch nicht angekommen
The alternative Tokyo Trilogy Part 2: Sir Elton
Indicatore-Project
Paranormal
 
€ 14,90 + Versandkosten

 

Was übersetzt ist noch nicht angekommen

 
Michael Pilz
 
Österreich 1996, 68:39 min
 
Die jüngste filmische Tagebuch-Arbeit von Michael Pilz ist ein eindrücklicher Ausweis dieses überzeugenden Projektes: Pilz fährt eine Nacht lang mit einem bemerkenswerten New Yorker Taxifahrer durch die Stadt. An dessen Seite sitzend, schauend und hinhörend, manchmal intervenierend, nutzt er seine handliche High-8-Kamera wie ein Schreibinstrument, als ‚Camera-Stylo‘. Die Qualität des Films liegt nicht nur in der vergnüglichen Begegnung mit einem Menschen, der die Nacht, das Kino und Amerikas beeindruckendste Großstadt kennt und seine Fahrgäste unerwartet herauszufordern weiß. Dieses etwa einstündige Video ist ein gutes Beispiel für die gleichzeitig mit Intelligenz und Intuition geführte Pilzsche Kamera und die dieser entsprechenden (zum Teil von der Kamera vorweggenommenen) Montage: Der Sinn des Künstlers für Rhythmus und Kadrage lässt den Zuschauer erstaunliche Blicke und Augenblicke wahrnehmen, in denen Reflexivität und Schaulust einander verstärken. Künstlerischer Dokumentarfilm, dies lebt Michael Pilz geradezu vor, setzt im besten Lumiéreschen Sinne die Fähigkeit zum Selbstportrait voraus. (Christa Blümlinger)

 

The alternative Tokyo Trilogy Part 2: Sir Elton

 
Heidemarie Seblatnig
 
Österreich 1999, 18:18 min
 
Grundlage für den Film der österreichischen Künstlerin Heidemarie Seblatnig sind die detailreichen Erzählungen des Kunstpromotors Johnnie Walker aus Tokyo. Er ist eine berühmte Persönlichkeit in Tokyos Kunstszene.
Der Film befasst sich mit der Kunst, Architektur und Gesellschaft Tokyos, bis in die intimsten Details. Diese Form der Erzählung greift auf einen Roman des berühmten japanischen Schriftstellers Natsume Soseki von 1905/06 mit dem Titel I am a cat zurück. Darin beschreibt er, wie seine Katze in den Gassen in der Umgebung seines Wohnhauses herumschleicht und die Nachbarn beobachtet.
Sir Elton, der Kunstkritiker, ist ein Hund. In Anlehnung an die Tatsache, dass die Kunstkritik auf der ganzen Welt ziemlich zahnlos ist, wagt Sir Elton mit seiner Kritik zu beißen.

 

Indicatore-Project

 
Gertrude Moser-Wagner
 
Österreich 1996, 41:26 min
 
Vom Zugfenster aus entdeckt und fotografiert die Künstlerin das Bahnhofsschild von Indicatore. Indikator des Indikators: Reizpunkt für Forschung, die sich dem Begriff aussetzt. Postkarten des Fotos werden an 40 Personen aus kunstnahen und -fernen Bereichen gesendet mit der Bitte, einen ‚Auftrag‘ zu formulieren, den die Künstlerin in Indicatore auszuführen hätte. Im Juni 1993 begibt sich Gertrude Moser-Wagner auf Zeichenexpedition. Durch die verschiedenartigen Vorschläge differenzieren sich Konzept und Koinzidenz am Ort der Recherche: Drei Tage voll von konzentrierter und zugleich abenteuerlicher Arbeit, geleitet durch Sprache und Inhalt der Aufträge im Kontakt mit dem tatsächlichen Dorf Indicatore und seinen BewohnerInnen.

 

Paranormal

 
Gerda Lampalzer, Manfred Oppermann
 
Österreich 1997, 49:40 min
Inhalt    Mediaclip     

Es scheint, als würde die "Entzauberung der Welt", von der Max Weber sprach, nach dem Höhepunkt der Aufklärung eine Gegenreaktion provozieren. Das Interesse an unerklärlichen Phänomenen nimmt zu, was sich allein schon daran ermessen lässt, dass die Fernsehanstalten, untrügliche Trendbeobachter, vieles in diese Richtung unternehmen. In paranormalen Phänomenen manifestiert sich ein unaufgeklärter Rest in der faktischen Wirklichkeit, eine andere Dimension, die nur durch ‚Medien‘ (menschlicher oder technischer Natur) zugänglich ist. Der Film Paranormal gestaltet eine Recherche im Milieu der Grenzwissenschaften als Parallelaktion. Die Filmemacher suchen Experten und Amateure des Übersinnlichen auf und lassen sich die Methoden, mit dem ‚kosmischen Informationsfeld‘ in Kontakt zu treten, erläutern. Die dazu notwendigen Apparaturen bilden einen wesentlichen Bestandteil der Erzählung. Auf ihrer Suche nach Sinneinheiten im Chaos verwenden diese Forscher interessanterweise Techniken, die in der derzeitigen populären Kultur zentral sind: Zerlegung, Sample, Scratchen.
Parallel dazu unternehmen Lampalzer/Oppermann auch Selbstversuche mit verschiedensten filmischen Mitteln (von der Einzelbildfotografie bis zur manipulierten 16mm-Kamera), in denen sich das Scheitern dieser Kontaktaufnahme zum Teil ironisch, zum Teil lapidar zeigt. Das Ende bleibt offen: Unbelichtetes Fotomaterial hängt in einem Baum und wird zu einem vieldeutigen Zeichen. (Bert Rebhandl)