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Gesamtliste A-Z

VIDEO EDITION AUSTRIA release 02
Gesamtprogramm

 

DVD 1

The Point of View
One Shot
The Fittest Survive
One Safe Way into the Fortress Europe
Gastarbajteri Nazaj Doma
Zur Geschichtspolitik der SPÖ - und ihren Folgen
Response Ability. / Antworten können.
Das wirst du nie verstehen
Karfreitag 2005
Leben am Limit
Tetescha Us. She is Crossing Borders
60 Sekunden in den Farben meines Hemdes
 

DVD 2

Reflecting Media
Tokyo Arcade Warriors - Shibuya
Die Schudas - die Mr.Dawn B.Schicksal-Show; die fatale Karmashow; der Antimetabolide
Vibration
Zeit im Bild
Armes Floh! / Jürgen Thomas
Twotiming
Multiple Räume 3 - Blue Skin
Exploring Video Space
Displaced Space
Reshape
 
Reference Movie
In This Old Town
Part Time Heroes
Seven-hundred-forty-five
Candlelight Dinner
Paranoia (Death Valley)
Doktor Myagis Geheimnis
 

DVD 3

Composition
Russian Elephant
Kismet, oder Tu, was du willst
Kúpele Central
Swans
UnruhePrelude
Ortem
Distinct_moments
Im Dickicht
Arbeitsmuster
The Seen Wall Of Lost Eden
 
Passages
Trivial Europe
John Lautner, The Desert Hot Springs Motel
Lember-Czernowitz. Eine bukowinische Reise
Underground Butterflies
Holiday Destinations Summer 2006
 

DVD 4

Sonic Patterns
Tucker
White Chairs
Whittaker Starship
Black And White, When Worlds Collide
Order-re-order
Modal.Patterns
INT.16/54//SON01/30x1
Chronomops
Kidds Fuzz Series: Sripes No Stars
 
Compulsion
Viki + ...
System Of Transitions
Inner Ballance
Exposed
Ein Lautgedicht
Caballito Negra
 
Negotiation Area
Der Freund
Wilder Westen
Laura - was Sie schon immer über Telefonsex wissen wollten
Lezzieflick
Club.Ware - Infrasemantic Sensory Modulation

New Novi Beograd 1948 - 1986 - 2006
 
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One Shot

 
Martin Krenn
 
2007, 2:20 min
 
In einer Einstellung wird eine Straßenszene dokumentiert, in welcher ein älterer Mann, der eine unerwartete Handlung setzt, zum Protagonisten des Kurzfilms wird. Gedreht wurde ONE SHOT in Tirana/Albanien und kann als eine Metapher auf den (Überlebens-)Kampf des Einzelnen innerhalb der postkommunistischen Gesellschaft gelesen werden.

 

The Fittest Survive

 
Oliver Ressler
 
2006, 23:40 min
 
Um auf die konkurrenzbetonte, sozial-darwinistische Hackordnung des globalen Kapitalismus vorzubereiten, bieten private Sicherheitsunternehmen eigens entwickelte Trainingsprogramme für ZivilistInnen an, in denen Konfliktsituationen bis zu Kriegsszenarien simuliert werden. Eines dieser Unternehmen ist die britische AKE Group, die laut Webpage ihren "Klienten einen Wettbewerbsvorteil verschafft, sich sicher in Gebieten engagieren zu k6ouml;nnen, die sonst für Geschäftsgelegenheiten möglicherweise nicht zugänglich wären". Das Video THE FITTEST SURVIVE basiert auf Aufnahmen aus dem 5-tägigen Kurs "Surviving Hostile Regions", der von der AKE Group in Wales in Großbritannien durchgeführt wurde.

 

One Safe Way into the Fortress Europe

 
Social Impact
 
2005, 3:30 min
 
Westeuropa macht die Grenzen dicht. Flüchtlinge ertrinken im Meer oder in Grenzflüssen, sie erfrieren bei nächtlichen Grenzübertritten, ersticken in Containern oder begehen Selbstmord in Abschiebegefängnissen. Social Impact begibt sich an die Grenze zwischen Österreich und Tschechien, um auf diese dramatischen Geschehnisse aufmerksam zu machen und dokumentiert Fluchtrouten mit Überlebensgarantie. Aktuell als Download im Internet verfügbar, als Wanderführer oder Kinowerbespot.

 

Gastarbajteri Nazaj Doma

 
Stefan Kreuzer/Nino Leitner/Nataša Siencnik
 
2007, 20:00 min
 
Der Dokumentarfilm GASTARBAJTERI NAZAJ DOMA (Gastarbeiter wieder zu Hause) ist ein essayistisches Portrait von drei jugoslawischen Gastarbeitern, die in den 1970er Jahren nach Deutschland kamen. "670 km von zu Hause entfernt", sagt Malika am Anfang des Filmes und definiert ihre geographische Emotionalität. "Zu Hause" wird zur tragenden Idee des Films, ob nun in Deutschland oder im wieder gefundenen Heimatland. Malika, Maria und Joze sind nämlich zurück gekommen nach Slowenien - nach Hause.

 

Zur Geschichtspolitik der SPÖ - und ihren Folgen

 
Thomas Korschil , Mitarbeit: Eva Simmler
 
2006, 13:40 min
 
In Teil 1, KREISKY 1972, beschwört der Bundeskanzler während des "Ortstafelsturmes" den Mythos des "Kärntner Abwehrkampfes" - bis heute Chiffre für die kollektive Verdächtigung und Herabsetzung der slowenischen Minderheit. Zugleich verharmlost er die NS-Vergangenheit eines Regierungsmitgliedes. Teil 2, NEUHAUS/SUHA 2005, zeigt Landeshauptmann Haider beim absurd anmutenden Versuch, aufgebrachten AnhängerInnen gegenüber den Rechtsstaat zu verteidigen. Ein Staatsmann biedert sich an. Ein Provinzpolitiker gibt den Staatsmann.

 

Response Ability. How do the descendants of the perpetrators deal with their history? / Antworten können. Wie gehen die Nachkommen der TäterInnen mit ihrer Geschichte um?

 
Klub Zwei
 
2006, 33:20 min
 
Wie gehen Nachkommen von Opfern und Tätern heute mit dem Nationalsozialismus um? Wie bestimmend sind solche familiären Konstellationen noch für die eigene Identität? Fragen dieser Art stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Künstlerinnenduos Klub Zwei. In RESPONSE ABILITY (antworten können) werden zwei Interviews mit Jüdinnen zueinander in Dialog gesetzt, in denen es um Sichtweisen auf das gegenwärtige Wien und den Mangel an Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit geht.
Dominik Kamalzadeh

 

Das wirst du nie verstehen

 
Anja Salomonowitz
 
2003, 52:00 min
 
In meinem Film geht es um drei Frauen, die dem, was in der Geschichtswissenschaft als Täter- und Opfergeneration bezeichnet wird, angehören. Mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten, unterschiedlichen Erzählungen und Erinnerungen leben sie alle in einer Familie, in meiner Familie.

 

Karfreitag 2005

 
Martin Lasinger
 
2005, 1:30 min
 
Das ist eine wahre Geschichte. Eine Frau hat sie ihrer Greißlerin am Karfreitag 2005 erzählt. Mir hat daran gefallen, dass es im ganzen Gedenken eine Geschichte von Übersättigung und Verzicht war, von gut gemeinter Zwangsernährung und Verweigerung. Bilder finden fiel schwer. Nachdem ich das Ganze schon hingeschmissen hab, hat mir ein Freund das Waffenputzzeug geschenkt, weil er es nicht mehr daheim haben wollte.

 

Leben am Limit

 
Chris Althaler
 
2004, 17:40 min
 
In Österreich leben ca. 250.000 allein erziehende Mütter und 50.000 allein erziehende Väter. Die Caritas Linz (Eva Forster) ist Auftraggeberin für den Videofilm, der im Rahmen eines EUProjektes bei workshops von ENSI (European Network for Social Inclusion) eingesetzt wird. Zwölf Frauen thematisieren die unnötig erschwerten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, mit denen sie zu kämpfen haben und erörtern Visionen zur Entspannung der Situation.

 

Tetescha Us. She is Crossing Borders

 
Stefanie Wuschitz
 
2006, 9:20 min
 
TETESCHA US ist eine Animation, die ihren Ausgang in einem Comic-Workshop nimmt, den Stefanie Wuschitz und Korinna Lindinger in einem palästinensischen Flüchtlingslager organisierten, dem Camp Beddawi im Nordlibanon. Palästinensische Mädchen zeichneten Comic- Geschichten und fotografierten. Stefanie Wuschitz basierte ihre Animation auf deren Zeichnungen und Fotos. Das zentrale Thema der Arbeit ist die Unmöglichkeit einer Representation der Konflikte im Nahen Osten in Form einer einzigen kohärenten Erzählung.

 

60 Sekunden in den Farben meines Hemdes

 
Karl-Heinz Klopf
 
2006, 1:30 min
 
In Form von vertikalen Farbbalken eines Hemdes des Künstlers baut sich im Sekundentakt eine fiktive, siebenfärbige Diagrammkurve auf. Dazu piepst synchron der Countdown eines elektronischen Zeitmessers. Diese minimalistische Animation ist der Versuch eines ironischen Kommentars zu globalen Entwicklungen und Übersteigerungen wie z.B. Aktienkursen, Gebäudehöhen, Geschwindigkeiten.

 

Tokyo Arcade Warriors - Shibuya

 
Axel Stockburger
 
2005, 9:50 min
 
TOKYO ARCADE WARRIORS - SHIBUYA ist Teil einer Serie von Videos, die Spieler von Computerund Videospielen portraitiert. Hier wurden die Spieler in drei verschiedenen öffentlichen Spielhallen im Shibuya Distrikt von Tokyo aufgenommen. Die Gesichter der Spieler sind die einzige visuelle Evidenz des Spieles und die mimischen Reaktionen der Spieler sind mit den Geräuschen der Spiele synchronisiert.

 

Die Schudas - die Mr. Dawn B. Schicksal-Show; die fatale Karmashow; der Antimetabolide

 
Susanne Schuda
 
2005-2008, 6:30 min
 
Das Fernsehen der Schudas: DIE SCHUDAS sind collagierte Figuren, animiert in 3D, und ein Fernseher. Die Figuren, die in ihrer depressiv-regressiven, apathischen Agonie des unauflöslichen Selbstmitleids handeln, sehen sich Figuren an, die sich im Fernsehen hysterisch, rauschhaft mit Belanglosigkeiten in stilisierter Form in Szene setzen. Man tritt also ein in die Rezeptionsebene der Schudas und erreicht hiermit eine neuerliche Abstraktionsebene in den hysterischen Sublimierungsversuchen der Charaktere.
Auszug: Wolf Günter Thiel

 

Vibration

 
Robert Mathy
 
2007, 1:27 min
 
VIBRATION ist eine Arbeit, die sich dem medialen Vokabular der TV-Sport-Übertragung analytisch nähert. Einzelne Durchgänge einer Riesentorlauf-Aufzeichnung wurden zeitsynchron überblendet. Das daraus entstandene Video - mit der Dauer eines Durchlaufs vom Start bis ins Ziel - zeigt somit gleichzeitig die annähernd identischen Bewegungsmuster. Die vom Medium spektakulär behaupteten, aber in Wirklichkeit kaum zu unterscheidenden sportlichen Leistungen, werden zur visualisierten statistischen Bagatelle im sonst völlig homogenen Gesamtbild der Informationseinblendungen und Schnittfolgen

 

Zeit im Bild

 
Flora Watzal
 
2007, 17:20 min
 
In ZEIT IM BILD unterzieht Flora Watzal Nachrichtensendungen einer chronoästhetischen und zeitsemantischen Analyse. Genauer: Sie entleert die Bilder und Einstellungen der Sendung, indem sie diese auf ihre wesentlichsten formalen und zeitstrukturellen Parameter reduziert. Sowohl die SprecherInnen als auch die Lettern und Schriftzüge der Einblendungen werden eliminiert. Der bzw. die Betrachterin sieht sich einer bloßen Abfolge entleerter Flächen und Räume gegenüber. Dieser ikonoklastische Eingriff legt die immanente Logik des Mediums, seine unsichtbaren Selektionsprozesse und -mechanismen frei. "Übrig" bleibt das - bis auf kleine Abweichungen - täglich wiederholte zeitliche Schema der Nachrichten. Dieses der Ökonomisierung der Aufmerksamkeit entsprechende Schema wird als hegemonial eingeübte Zeitmatrix lesbar. Nicht die Beiträge modellieren das Format, sondern umgekehrt.
David Komary

 

Armes Floh! / Jürgen Thomas

 
Christoph Schwarz
 
2004, 4:00 min
 
Der Kinderlied-Bastard-Smash-Hit "Armes Floh!" machte Jürgen Thomas über Nacht weltberühmt. Oder anders gesagt: Die Nichtüberschneidung der Popkulturen Österreichs und Tschechiens ermöglichte es, einen sensationellen Erfolg im jeweiligen Nachbarland vorzugaukeln. Durch die Vorwegnahme einer sonst dem Fernsehsender vorbehaltenen Live-Chat-Ebene wird im Musikvideo zur gleichnamigen Nummer ein fiktiver Streit zwischen Thomas' glühenden Anhängern und Feinden zum zentralen Bildelement - und aus dem Durchschnittstypen Jürgen Thomas ein glaubwürdiger neuer "Karel Gott des Trash".

 

Twotiming

 
Oliver Hangl
 
2003, 5:00 min
 
Ausgehend von der stereoskopischen Fotografie stellt Oliver Hangl in seinem Musikvideo TWOTIMING zwei scheinbar identische Laufbilder manipulativ nebeneinander: Setting und Statisterie sind gleich, nur der Hauptakteur ist nicht derselbe. Das asynchrone Spiel paralleler Identitäten durchläuft eine Reihe von Popkultursujets - ein imperfekter Paarlauf zweier beherzter Dilettanten, die tanzen, singen oder einfach müde sind. Die Verdoppelung von Identität bedeutet zugleich deren Auflösung - ein Spannungsfeld, das sich dem Betrachter letztlich als offene Projektionsfläche darstellt.

 

Multiple Räume 3 - Blue Skin

 
Teresa Galen
 
2006, 4:00 min
 
Der "white cube" ist Ausgangsbasis dieser Arbeit, er wird in seiner Materialität verändert, um Raumentgrenzung zu schaffen. Das Video zeigt eine Person, deren Handlungen verschiedene Zeitebenen und Orte miteinander verschmelzen lassen. Der erste Transformationsakt öffnet die räumliche Enge des Kubus zu einer weiten Berglandschaft, in weiterer Folge führt das "Sichtbarmachen" der eigentlichen Zweidimensionalität dieser Bildebene zurück in den "white cube".
Teresa Galen

 

Exploring Video Space

 
Benjamin Gaier
 
2002, 2:50 min
 
Als der Akteur die Kamera in die Hand nimmt und durch den Sucher blickt, wird die Videoprojektion aktiviert. Der Akteur wird durch das Imitieren der Kamerabewegungen der Projektion Teil des Videos. Auf der eigentlich leeren Bühne wird eine Parklandschaft erkundet. Die Performance gleicht einem reverse-engineering des Akts des Filmens. Im Intermedium von Performance und Video entsteht in der Vorstellung des Betrachters ein virtueller Raum.

 

Displaced Space

 
Benjamin Gaier
 
2004, 1:30 min
 
Der Blick wandert über kartografisch erscheinende Strukturen. Das Raster weist noch auf das verwendete Papier hin, auf das die Strukturen eines alten verwitterten Baumstammes mit einem Graphitstift übertragen wurden. Durch das Abreiben mit der Frottagetechnik vermischen sich Struktur von Graphit und Holzverwitterung miteinander. Daraus entsteht ein abstraktes Bild. Das Abtasten der Struktur mit dem Stift wiederholt sich bei der durch Computeranimation bewegten Kamera.

 

Reshape

 
Doris Schmid, Music: gnomus
 
2007, 3:30 min
 
Ein Wind bläst durchs Zimmer, in der Ecke kommt ein Gewitter auf, über dem Bett ziehen Wolken vorbei, Schatten von Hausfassaden wandern über den Tisch. Schauplatz ist ein Hotelzimmer in einem ehemaligen Schloss, bespielt mit Videosequenzen von zeitlich manipulierten Ausblicken. Unterschiedliche Geschwindigkeitsabläufe sind im selben Bild kombiniert, anschließend projiziert und wieder gefilmt. In kurzen Einstellungen entwickeln sich Raumsituationen als simultane Doppelprojektion zu Tableaus. RESHAPE handelt von der Wahrnehmung unterschiedlich konstruierter Räume.

 

In This Old Town

 
Markus Hanakam / Roswitha Schuller
 
2008, 24:00 min
 
Die Animation zeigt inhaltlich Parallelen zu dem Genre Roadmovie, auch weil wir das Drehbuch von "Leaving Las Vegas" dafür adaptiert haben. Teile des Drehbuches, hauptsächlich Regieanweisungen und Setbeschreibungen, wurden remixed und werden von einer männlichen Off-Stimme gesprochen. Die Szenerie besteht aus zweidimensionalen Grundrissen, die typische Orte dieses Genres zeigen: die Bar, das Motel, den Pool, etc. Der Blick auf diese Szenerie ist ein Spiel mit Abstraktion, Maßstab und Imagination.

 

Part Time Heroes

 
Chris Haring / Mara Mattuschka
 
2007, 33:30 min
 
Auf und ab geht der Aufzug der Ruhmsucht, die Konjunktur der Egos, jedes isoliert in seiner anachronistischen Startgarderobe, allein ausgeliefert der sinistren Armatur hoffnungslos veralterter Mikrophone, Radios, Kommunikationskrücken. Jede Figur bekommt ihre kleine Chance, zu beweisen, dass sie das Selbst, das so gut ist wie jedes andere Selbst, besser verkörpert als andere …
Katherina Zakravsky

 

Seven-hundred-forty-five

 
Uwe-Daniel Kopp
 
2007, 28:30 min
 
LIZ, in love with SPIDER-MAN? COSMONAUT LEV ANDROPOV dances and sings. The CINEMATOGRAPHER and the CAMERA OPERATOR don't know what's real anymore. KERIM and LUCY on coke, COSMONAUT LEV ANDROPOV prefers heroin. The biggest waste since television. Call the bomb squad. The CLAPPER BOY laughs. Pull back to reveal. ADOLF is frantically reaching for a polaroid camera. GENERALSCHMUCK needs a new prescription. Instead, two REBEL SOLDIERS want to rescue the soft drinks. It’s orange and pink and yellow. DAVID thinks for a second.

 

Candlelight Dinner

 
Christina Tsilidis
 
2003, 2:50 min
 
In dieser Videoarbeit wird auf die Kolonisation in der Gegenwart im Hinblick auf die steigende Ausbreitung der großen Fastfood- und Bekleidungsketten eingegangen. Individuelle Atmosphären an Plätzen unterschiedlichster Städte werden durch die Ansiedlung dieser Ketten vereinheitlicht und gehen in Folge verloren. Humorvoll wurde diese Position vertauscht, indem in drei verschiedenen McDonald's-Restaurants unangemeldet ein "Candlelight dinner" veranstaltet wurde, wobei einschließlich des Essens alle notwendigen Requisiten mitgebracht wurden. Zu meiner Überraschung wurde ich erst aus der dritten Filiale hinausgeworfen.

 

Paranoia (Death Valley)

 
Miriam Bajtala
 
2005, 5:30 min
 
Miriam Bajtalas PARANOIA (DEATH VALLEY) inszeniert eine eigentümliche Verfolgungsjagd zwischen Kamera und Subjekt inmitten des kalifornischen Death Valley: Eine Frauenfigur flüchtet vor der Kamera, verschwindet plötzlich, worauf das Kamerasubjekt - ein zeitgerafft dahinwatschelndes Etwas -- ihr durch die pittoreske Geisterstadt dorthin folgt, wo die Dame verschwunden ist. Der gesamte Ablauf wiederholt sich einmal, öffnet sich hin zur geloopten Unendlichkeit, doch Bajtala lässt ihr filmisches adventure game schon vorher enden, ohne dass die Verfolgerin die Verfolgte je erwischt hätte.
Michael Palm

 

Doktor Miyagis Geheimnis

 
Julia Kläring / Nils Olger
 
2007, 22:00 min
 
Ich kann ihnen keine Papiere geben, weil ich noch keine Identität habe. Ich bin nicht von hier und ich habe nicht studiert. Darum bestimmen eure Gesetze, dass ich über Nacht in einem Gasthaus bleiben muss. Sobald ich einen Namen habe, werde ich in der Lage sein, Ihnen meine Papiere zu geben. Kathy Acker: Don Quixote
Der Kurzspielfilm erzählt von der Ärztin Elke Miyagi, welche die unbekannte K in ihren Wohn- und Arbeitsbereich einlässt und eine Nacht mit ihr verbringt. Bild, Spiel und Sprache erzeugen eine modellhafte Künstlichkeit, eine geschlossene Welt, die in Bewegung gerät, als es zu der Begegnung kommt.

 

Russian Elephant

 
Tommy Schneider
 
2003, 10:00 min
 
Man kennt den russischen Bären als Symbol für Macht und Stärke, aber was weiß man über den russischen Elefanten? Ein Rätsel? In St. Petersburg gibt es Indizien für seine Präsenz, ein wichtiger Hinweis aber findet sich nahe Palmyra in der syrischen Wüste. Dank Materials von Dimitri Popov, Erik S. Tesch, Andy Warhol und besonders Alexander Rogoschkin sowie Andi Kraus/Space Orchestra of Benares konnte dieses Video ohne russisches Visum entstehen.

 

Kismet, oder Tu, was du willst

 
Doris Mayer
 
2004, 1:10 min loop
 
Kismet: unausweichliches Schicksal
"Tu, was du willst - alles ist vorbestimmt" oder "Tu, was du willst - alles deine Entscheidung"? Eine Super-8 Sequenz aus den 1970er Jahren - im Retourlauf abgefilmt - und eine digitale Videosequenz von 2004 sind durch Überblendungen zum Film montiert und werden im Loop gezeigt.
Kúpele Central

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Kúpele Central

 
Sabine Maier
 
2004/05, 4:40 min
 
Der Fund einer Postkarte in einem Antiquariat in Bratislava, auf welcher zwei Kinder Grüße an ihre Eltern von der Spartakiada in Prag schickten, und die Entdeckung eines alten, verlassenen, vormals kommunistischen Schwimmbads gaben den Anstoß f&uum;r diesen Film.
Anfänglich assoziativ im Umgang mit den Bildern - synchrone Bewegung, farbige Kostüme, Ästhetik und Raum - wird die Auseinandersetzung zunehmend dichter.

 

Swans

 
Samuel Schaab
 
2006/07, 3:50 min
 
Schwäne gleiten übers Wasser, tauchen, verharren. Eine natürliche Bewegung wird in eine künstliche abgeleitet und mit neuer Bedeutung aufgeladen. Die spezielle Physiognomie und Beweglichkeit des Schwans wird zum Ausdrucksträger eines fremden Charakters. Bewegungen und Pose werden durch eine düstere soundscape eingefasst und dramatisiert. Die Tonspur besteht aus einer elektronisch verfremdeten Orchesteraufnahme.

 

Unruhe

 
Rudolf Müller, Sound: Thomas Pötz (KAVA)
 
2008, 7:40 min
 
Die Frau, das Kind, der Mann, das Meer. Der Brennspiegel ist auf eine Szene am Strand von Irgendwo gerichtet. Alle Charaktere haben in diesem Moment die Freiheit der Entscheidung - wohin sie sich bewegen, was sie tun und was durch ihr Handeln ausgelöst wird. Das Bild bringt die Phantasie in Bewegung. "Die Freiheit ist in einer gewissen Nuance oder Qualität der Handlung selbst zu suchen und nicht in einer Beziehung dieser Handlung zu etwas, was sie nicht ist, oder zu etwas, was sie hätte sein können." (Bergson)

 

Ortem

 
Dariusz Kowalski
 
2004, 20:00 min
 
Thema der Arbeit ist das Verkehrssystem der U-Bahn, welches durch seine unterirdische Architektur eine spezifische Raum- und Wahrnehmungssituation schafft. Der Film als ab - strakter Essay fokussiert Phänomene wie: Geschwindigkeit, Wahrnehmung, Architektur, Erinnerung und untersucht das Flüchtige und Anonyme der Alltagserfahrung. Die Auseinandersetzung mit der Darstellbarkeit von Räumen und Orten trifft auf reale Architektur. Die filmische Reflexion der sozialen & kulturellen Dispositive des urbanen Raumes lotet die Schnittstellen aus, die ihn konstruieren.

 

Distinct_moments

 
Gertrud Fischbacher
 
2003, 1:00 min loop
 
Den bestimmten Moment einfangen - den Moment, in dem der Sturm am stärksten ist, durch das Laub fegt, die Bäume biegt. Der Originalsound bildet die akustische Ebene.

 

Im Dickicht

 
Jutta Strohmaier, Sound: Markus Mayerhofer
 
2005, 2:15 min
 
Das Video IM DICKICHT zeigt einen Weg durch einen verwachsenen Auwald, welchen die Künstlerin mit Einzelbildern dokumentiert hat. Jeder kleine Schritt ein Foto. Im ersten Teil des Animationsfilms entsteht die filmische Bewegung durch Perforation der einzelnen Bilder. Mit dem Stoppen der Bewegung wird der Raum, der in der ersten Sequenz ständig zu zerfallen scheint, verdichtet, um sich dann gegen das Blau des Himmels hin aufzulösen. Eine eindeutige räumliche Zuordnung ist nicht mehr möglich.

 

Arbeitsmuster

 
alien productions
 
2003, 6:10 min
 
ARBEITSMUSTER ist eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Webstuhls, der Automatisierung und deren sozialen Folgen. Das Projekt besteht aus mehreren Teilen: eine Installation in der Factory (eine ehemalige Weberei) in Krems, eine Performance für Weberin und Electronics und eine Radiokunstarbeit beleuchten, wie Josef-Marie Jacquards Erfindung des automatischen Webstuhls seit 1805 die Arbeitswelt und das Verhältnis Mensch-Maschine verändert hat. Persönliche Interviews mit ehemaligen Weberinnen, Klang- und Bildaufnahmen der Installation, sowie der Mitschnitt der Live-Performance bilden das Material, das in dieser Videoarbeit neu verwoben wird.

 

The Seen Walls Of Lost Eden

 
Anna Mitterer
 
2006, 4:40 min
 
Verloren wie ein Exilant wandert die schwarze Figur eines alten Mannes (dargestellt von der Künstlerin selbst) auf der Autobahn in die "Nacht des Fortschritts", "ausgesperrt aus dem verlorenen Eden", zwischen den in die Landschaft gesprengten Kraterwänden. Abwechselnd der souveräne Blick von oben, der die deplazierte menschliche Gestalt auf der Autobahn fast tragikomisch wirken lässt, und die der subjektiven Erfahrung des stolpernden Individuums folgende Kamera. Der Ton forciert diesen Unterschied (Wind/imaginärer Verkehrslärm). Der Protagonist könnte einem Beckettschen Drama entlehnt sein, ist aber auch von der viktorianischen Figur des alternden englischen Kunsttheoretikers und Sozialkritikers John Ruskin beeinflusst, in diesem Zusammenhang auch der Satz, der das Video zu einem loop schließt.

 

Trivial Europe

 
Die Fabrikanten
 
2007, 60:00 min
 
Was ist an Europa europäisch und wie alltäglich ist unser Alltag? Fast jedes europäische Land ist mit klischeehaften Bildern vorbelastet. Aber welche Rolle spielen diese Images für vernetzte und kulturaffine Zeitgenossen? Diesen Fragen ging das Künstlerkollektiv DIE FABRIKANTEN bei nächtlichen Stadtwanderungen nach. Dabei ließen sie sich von BewohnerInnen der Städte Thessaloniki, Novi Sad, Linz, Essen und Liverpool zu deren Lieblingsorten führen. Das Ergebnis ist eine Europadurchquerung der anderen Art.
John Lautner, The Desert Hot Springs Motel

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

John Lautner, The Desert Hot Springs Motel

 
Sasha Pirker
 
2007, 10:30 min
 
Wie die zur Stimme gehörende Person erschließt sich auch das Gebäude, an dem die Kamera hängen bleibt, erst nach und nach. Es ist das Desert Hot Springs Motel (1947) des Architekten John Lautner (1911-1994), 150 km östlich von Los Angeles. Und die rauhe, offensichtlich einem älteren Mann gehörende Stimme erzählt das Leben des Schriftstellers Steve Lowe, der das Wüstenmotel 2000 gekauft, renoviert und den jahrzehntelang unterbrochenen Gästebetrieb wieder aufgenommen hat. Erst allmählich erschließt sich der Sinn der parallel laufenden Ton- und Bildspur. Gebäude und Hausherr nähern sich immer mehr einander an, als hätten die beiden aufeinander gewartet. Matthias Dusini (gekürzt)

 

Lemberg-Czernowitz. Eine bukowinische Reise

 
Bernadette Huber
 
2007, 6:50 min
 
Bett, Mensch, Tür, Fenster gleichsam im Stillstand, Land und Himmel wehen vorbei. Bewegt ist die Kamera, schaut schamlos. Zeit im Zug ist andere Zeit. Sitzen, Reden, Essen, Schlafen, Ein- und Aussteigen im Takt der Bahnhöfe. 266 Kilometer in sechs Stunden von Lemberg nach Czernowitz, einst Zentrum jüdisch-deutschsprachiger Kultur, Stadt der Bücher, Kleinwien des Ostens, heute in der Ukraine, nur eine Zeitreise entfernt. Über "Zukunft" spricht Bronislav Tutelman, Jude, Künstler, Wodkatrinker, Kind dieser Stadt.

 

Underground Butterflies

 
Karmen Stoyanovr
 
2007, 3:00 min
 
Kamen Stoyanov dokumentiert in seiner Video- und Diaprojektion UNDERGROUND BUTTERFLIES einen Mann, der in einer U-Bahn Passage in Rom Papierschmetterlinge verkauft. Die Dias sind in einer Reihenfolge aneinander gereiht, die den Verkäufer dabei zeigen, wie er Stück für Stück die Schmetterlinge an die Wand klebt, bis ein rechteckiges Muster entsteht. Die fotografische Sequenz wird zu einem filmischen Szenario, welches ein Ereignis zeigt, das nur über eine längere Zeit wahrgenommen werden kann.
Holiday Destinations Summer 2006

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Holiday Destinations Summer 2006

 
Nicole Pruckermayr
 
2007, 7:20 min excerpt
 
Der dringende Wunsch nach einem Urlaub steht im Vordergrund, allerdings ist dieser unmöglich. Der Ausweg erscheint in Form von Kurzbesuchen im Internet zu Webcams ferner Destinationen. Warum nicht sekundenlange Urlaube vom Alltag machen? Die Person reist so quer durch die Welt und zeigt nun ihr sehr persönliches Urlaubsvideo. Fraglich bleibt, welcher Ort tatsächlich besucht wurde. Nicht hier, nicht dort, irgendwo dazwischen, eine Heterotopie?

 

Tucker

 
Michaela Schwentner
 
2004, 6:00 min
 
Die Idee der Bewegung ist diesem vielschichtigen Musik-Kunst-Clip zentral. Die Illusion des unaufhörlichen Vorwärtsdrängens entsteht erst in der Montage, in der Zusammenfügung der Bilder, die an sich ganz unbewegt erscheinen. TUCKER ist ein der Abstraktion zugeneigtes Werk, das nur noch am Rande, gewissermaßen diskret auf die äußere Welt verweist. TUCKER ist ein Zersetzungs- und Verwandlungsfilm, eine ungewöhnlich bildgewaltige, dabei seltsam zarte Arbeit, die von Blickverschiebungen und ästhetisierten Bildstörungen handelt.
Stefan Grissemann

 

White Chairs

 
Alexandra Reill
 
2003/05, 8:40 min excerpt
 
Weiß, auf Weiß, fotografische Momente, Schatten und Verdoppelungen erzeugen die Frage nach Raum zwischen den Dingen, nach dem Wesen von Leere und Fülle, und beleuchten szenische Abfolgen menschlicher Kommunikationsspuren im Fluss der Zeit in einer Beleuchtung von Rückwirkungen eines Überflusses an Information auf Menschen in Informationsgesellschaften.
Alexandra Reill, Wien 2008

 

Whittaker Starship

 
Gerald Roßbacher / Michael Weingärtner
 
2005, 8:40 min
 
Drei Standbilder als Basismaterial werden mit Hilfe eines komplexen digital/analogen Feedbacksystems in direkter Reaktion zum Soundtrack auf Reise geschickt. Dabei zersetzt und rekonstruiert sich die Bildinformation bis zur völligen Auflösung in einem Balanceakt von linearer Kontrolle und systemimmanentem Chaos.

 

Black And White, When Worlds Collide

 
Masc Foundation / 39 DADA
 
2002 - 2008, 5:20 min
 
Roland Schütz, Richard Schütz, Kurt Mayr und Arno Schmid von der Wiener Gruppe "Masc Foundation / 39 DADA" thematisieren mit einer "universell verständlichen Zeichensprache" Kontrastbeziehungen. Eine Kaufmannswaage mit schwarzem und weißem Pulver in den Schalen, ein kreisrundes Fenster, dessen Sprossenmuster entfernt an eine Zielscheibe erinnert, Augen, aus denen Tränen und Bomben fallen … Diese Motive, als Realobjekte und Wandmalerei zu sehen, wiederholen sich im Video mit harten schnellen Schnitten und punkig- aggressiver Musik. In einem rü,den, klaren, neo-dadaistischen Stil wird ein konzeptueller Zusammenklang von Medienbild und Raumerlebnis inszeniert.
Jürgen Raap in: Kunstforum Band 172, Internationale Live-Art and Video Events in Viinistu, Estland

 

Order-re-order

 
Parallel Media
 
2006, 7:00 min
 
Rotierende Lichtzellen (generiert mittels Video-Feedback abgefilmt von einem Monitor bei gleichzeitiger Beschleunigung der vertikalen Bildfrequenz) werden wiederholt ins Chaos katapultiert, um sich erneut zu ordnen. Denn: "Nichts kann existieren ohne Ordnung - Nichts kann entstehen ohne Chaos." (Albert Einstein) Die integrative Klangwelt (komponiert mittels "Möbius-Sounds") emotionalisiert an der Grenze zwischen Wahrnehmung und Interpretation der abstrakten Bilder.

 

Modal.Patterns

 
Andrés Ramírez Gaviria
 
2006, 8:00 min excerpt
 
MODAL.PATTERNS zieht den wichtigsten Grundsatz der Gestalttheorie als formales und konzeptuelles Modell zur Umwandlung textueller Daten in abstrakte audiovisuelle Animationssequenzen heran. Das Projekt besteht aus der Kodierung, Visualisierung und Sonifizierung zweier Sätze. Der erste ist Roy Behrens' Buch "Design in the Visual Arts" (1984, S. 49) entnommen, das den Einfluss der Gestalttheorie auf Design und moderne Kunst diskutiert. Der zweite Satz ist ein Anagramm des ersten. Zusammen lesen sie sich wie folgt: "more than the sum of its parts. / a misshape of truth torments. /" (dt.: mehr als die Summe seiner Teile./ eine Deformation der Wahrheit ist qualvoll./)

 

INT.16/54//SON01/30x1

 
Lia
 
2005, 5:50 min
 
INT.16/54//SON01/30X1 ist aus auditiven, visuellen und programmatischen Elementen der Installation 30x1 enstanden, welche im September 2005 in der Galerie Solar, Cinematic Arts Gallery (Portugal) Premiere hatte. 30x1 zielt auf die Entwicklung einer vielschichtigen audiovisuellen Artikulation, welche an eine Vielfalt von Räumlichkeiten und Formaten angepasst werden kann. Die Installation war eine erste Manifestation dieses Systems, gefolgt von Live Performances. Dieses Video ist das erste linear aufgezeichnete audiovisuelle Werk, welches aus 30x1 hervorging. Das 30x1 Projekt wurde gefördert vom portugiesischen Kunst Institut und dem Ministerium für Kultur Portugal.

 

Chronomops

 
Tina Frank , Music: General Magic
 
2005, 2:00 min
 
Tina Frank + "General Magic": CHRONOMOPS ist eine abstrahierte Architektur aus vertikalen Farbbalken, die in unablässige Rotation versetzt wurden. In der Bewegung bildet sich ein digitaler Malstrom ab, dessen Sog die BetrachterInnen tief in sich hineinzieht. Ein System, das sich in immer neue Mobilitätsexzesse stürzt, abenteuerliche Achsensprünge vollzieht und sich vorübergehend in Zweidimensionalität auflöst - um Schwindelgefühle der höheren Art zurückzulassen.

 

Kidds Fuzz Series: Stripes No Stars

 
Tina Frank , Music: General Magic
 
2002/03, 7:29 min
 
STRIPES NO STARS aus der Serie KIDDS FUZZ ist ein Video-Exzerpt einer Performance von Tina Frank mit "General Magic". Es zeigt digitale Zeichnungen, die "live" mit Hilfe eines für Kinder entwickelten Zeichenprogrammes am Computer gezeichnet wurden. Die verschiedenen Werkzeuge generierten während des Zeichnens Töne, welche von den Musikern als Grund - lage für den gesamten Musikraum verwendet wurden. Tagesaktuelle Ereignisse, wie der Beginn des Irakkriegs, wurden in die Zeichnungen miteinbezogen.

 

Viki + …

 
Petra Buchegger
 
2005, 8:50 min
 
VIKI + … ist das frühe, freie kreative musikalische Potenzial eines kleinen Mädchens: die ungezwungene, pure Lust am Spielen, Tanzen und Singen - "ich mache das nur für mich" - ist von Wichtigkeit - Ausdruck weiblichen Begehrens von Kindheit an. Erst die Schürze mit der steirischen Harmonika, dann das Prinzessinnenkostüm mit den Kinderliedern kombiniert, im dritten Teil beide Kleidungsstücke übereinander zum Lied der Zillertaler Schürzenjäger "Frau, du bist ein Wahnsinn" zeigen, wie nah Realität/Imagination und das Symbolische bei - einander liegen.

 

System Of Transitions

 
Johannes Hammel
 
2003, 9:50 min
 
Johannes Hammels SYSTEM OF TRANSITIONS setzt den Körper einem drastischen Test aus: Stets bedroht, von einem in schwarzem Nichts endenden Raum verschluckt zu werden oder an mannigfaltigen Oberflächen und schmatzenden Sounds festzukleben, verwandelt sich ein insektoides Wesen jenseits von physischer Vernunft. In nervösen Montagen entwindet sich der Körper konvulsivisch, doch schmerzlos bis zu jenem Punkt, wo dem Vermögen des (eigenen) Körpers kaum zu trauen ist.
Michael Palm

 

Inner Balance

 
Anna Jermolaewa
 
2008, 3:00 min
 
Anna Jermolaewa legt sich auf kein Medium fest: Zeichnung, Fotografie, Installation, Performance und Video wählt sie themenspezifisch, wobei letzterem ein großer Stellenwert in ihrem Werk zukommt. Mit einfachen Mitteln dreht sie kurze Sequenzen, die sie durch looping zu eindringlichen Erzählungen formt. Durch monotone Bewegungsabläufe und ständige Wiederholung kippt das Banale - und auf den ersten Blick Harmlose - ins Bedrückende. "Von unsichtbarer Hand manipuliertes Spielzeug verwandelt sie so z. B. in bedrohlich irreale Wesen. Machtmechanismen zu entblößen, ist Jermolaewa dabei ebenso ein Anliegen wie das Offenlegen von Beziehungsstrukturen. Für die Darstellung gesellschaftlicher Missstände, der Mechanismen der Kontrollgesellschaft, patriarchaler Strukturen und des Konsums findet sie überzeugende Metaphern. Ihre vielschichtigen Arbeiten sind durch den immer anwesenden Humor leicht zugänglich, weisen aber hinter der ansprechenden Oberfläche äußerst kritisches Potential auf."
Hans-Peter Wipplinger in: Art Catalog, T-Mobil Austria, 2007

 

Exposed

 
Heidrun Holzfeind
 
2005, 39:30 min
 
EXPOSED ist ein filmisches Portrait der Tänzerin Katherine Devoir, die seit elf Jahren an Chemieintoleranz leidet. Die von synthetischen Chemikalien hervorgerufene Krankheit macht Katherine unfähig zu arbeiten und zwingt sie, isoliert und außerhalb gesellschaftlicher Normen zu leben. EXPOSED schildert Katherines Alltag am Rande des psychischen und körperlichen Zusammenbruchs und wirft einen kritischen Blick auf die amerikanische Konsumgesellschaft und Umweltpolitik. "Heidrun Holzfeind schafft ein dichtes Netz an Bildern und Informationen, Gemütszuständen und Reflexionen über diese (immer noch) rätselhafte Krankheit. Holzfeind gelingt mit EXPOSED nicht nur ein vielschichtiges Porträt von Katherine und ihrer Krankengeschichte, sondern durch den hohen Reflexionsgrad über die Krankheit und ihre Auswirkungen auch eine fundierte Gesellschaftskritik." (Wilbirg Brainin-Donnenberg)

 

Ein Lautgedicht

 
Hubert Sielecki
 
2007, 2:20 min
 
EIN LAUTGEDICHT ist Teil der Videoserie "Sehen, fünf kinematographische Sprechtexte". Nicht nur, dass dieses Gedicht des bekannten österreichischen Schriftstellers Gerhard Rühm nur aus einzelnen Buchstabenlauten besteht, auch die filmische Umsetzung von Hubert Sielecki ist gleichsam außergewöhnlich, denn jedem Buchstabenlaut wird ein Foto eines mit Blitzlicht in der Nacht aufgenommenen kahlen Astwerks zugeteilt, welches genau für die Dauer des Lautes zu sehen ist. Durch die Kürze der Bilddauer verwandelt sich das Astwerk optisch zu Blitzen, die diesen Sturm an Lauten visualisieren.
Franziska Bruckner

 

Caballito Negra

 
Claudia Klucaric
 
2005, 1:30 min
 
Dieses Video beschäftigt sich mit dem Willen, der Disziplin, der Herausforderung, auch Überforderung und damit, wie das "Werkzeug" Beine - also das Pferd - sich verselbständigen kann und automatisiert agierend den erschöpften, dann willenlosen Reiter vielleicht auch anderswohin trägt als ursprünglich von ihm intendiert … Es geht um die Ambivalenz von Disziplin und Willensstärke. Und der Hinweis, dass das schwarze Pferd schon bei Platon für die Ungebärdigkeit der Leidenschaftsnatur steht, kann vielleicht als ein Schlüssel zum Verständnis dieser eineinhalb Minuten dienen.

 

Der Freund

 
Muzaffer Hasaltay
 
2007, 12:30 min
 
Am Ende eines für Murat und Osman konfliktreich verlaufenen Tages treffen die beiden Freunde im Fußballkäfig aufeinander. Die Begegnung verläuft folgenschwer … "Das Video ist durch ein Gewalterlebnis mit einem Freund inspiriert. Gewalt, sei sie physisch oder psychisch, kann man fast in jedem Kapitel des Videos sehen und hören. Die ungereiht vorkommenden Themen wie Familie, Sprache, Religion, Kampfsport, Freundschaft, Alleinsein, Tod werden angesprochen und dienen nur der Geschichte." M. H. Featuring: Levent Sönmez, Savgi Arslan, Hayri Menders, Gerhard Hradil, Saša Lazarevic, Patrick Gomez

 

Wilder Westen

 
diekönigin
 
2006, 5:00 min
 
Erst drohen sie, ihnen die Beine zu brechen, dann vermitteln sie minderjährige Mädchen als "Penthouse Pets" an Staranwälte, Manager und Diplomaten. Ein Lauschangriff auf eine noble Wiener Begleitagentur zeigt, wie osteuropäische Mädchen in die Betten betuchter Herren geliefert werden. (Wiener Stadtzeitung Falter 35/05)

 

Laura - Was sie schon immer über Telefonsex wissen wollten

 
Si.Si. Klocker
 
2005, 18:00 min
 
Beate Foltin hat mehrere Monate als Telefonistin in einer Sexhotline gearbeitet. Nun gibt sie in unverblümter und unterhaltender Weise die Essenz ihrer Erfahrungen an das Publikum weiter. Ungeschminkt und normal, ohne die üblichen Klischees zu bedienen, führt sie als "Laura" in die professionelle Welt der Sexarbeit ein. Anhand von drei Telefonsexgesprächen zwischen "Laura" und "Stefan Michi" - gespielt von SI.SI. Klocker - Aspekte der Vermarktung von Sex und Körperformen und der damit verbundenen Illusionen lustvoll parodiert und sichtbar gemacht. LAURA zeigt uns die diversen Dramaturgien, die man als Frau beherrschen muss, um die männliche Lust zu befriedigen, manchmal geht ihr jedoch einiges daneben und auch auf die Nerven. Denn Beate Foltin alias "Laura" gibt sich mit einer lahmen Darbietung nicht zufrieden. Sie dirigiert "Stefan Michi" und dessen Wollust zu orgiastischen Höhen und hat sichtlich auch ihren Spaß daran. Es darf gelacht und auch mitgestöhnt werden.
Produktionsmitteilung

 

Lezzieflick

 
Nana Swiczinsky
 
2008, 7:00 min
 
Scheinbar mühelos präsentiert LEZZIEFLICK das Ergebnis eines (vorhersehbaren) Scheiterns: der Suche nach Darstellungen erotischer Frauenbeziehungen in allgemeinen Bildbeständen. Gefunden wurden Frauenklischees aus Bildagenturen und Pornos. Matte, pixelige Bilder von starren Frauenposen, am Telefon, bei der Massage, beim Vögeln. Aber Swiczinsky kreiert mittels Morphing-Technik in gewohnt souveräner Handarbeit aus diesen Flachbildern Bewegungen, die in die Tiefe gehen. Was in dem gefundenen Material festgezurrt und ausgeschlossen bleibt (Lesbensex, Frauenliebe), kann in den vorläufigen Bildräumen von LEZZIEFLICK aufblinken (flickern). Ein Ergebnis, das man jedem Versuch einer Dekonstruktion nur wünschen kann.
Andrea B. Braidt

 

Club.Ware - Infrasemantic Sensory
Modulation

 
Christina Goestl / Boris Kopeinig
 
2007, 1:40 min
 
CLUB.WARE - INFRASEMANTIC SENSORY MODULATION: Sampling and re-associating (s)language. Die Frage nach den "visuals", die sie während ihrer Tanznächte in Technoclubs sehen möchten, veranlasste die Medienkünstler/innen Christina Goestl und Boris Kopeinig dazu, eine Software zu schreiben, die ihre Wünsche und Ansprüche erfüllt. Es entstand ein Projekt im Spannungsfeld von software art, anti-visuals, techno- und sex-culture.

 

New Novi Beograd 1948-1986-2006

 
Sabine Bitter / Helmut Weber
 
2006/07, 20:00 min
 
Angesichts der aktuellen neoliberalen gesellschaftlichen Veränderungen des staatlich geplanten Stadtteils Neu-Belgrad lesen junge ArchitektInnen und Kulturschaffende einen Text von Henri Lefebvre, den er 1986 mit zwei Architekten als Teil eines Wettbewerbbeitrags für Neu Belgrad verfasst hat. Als heutige BewohnerInnen von Belgrad lesen sie in Architekturen des ehemaligen sozialistischen blockfreien Jugoslawiens Auschnitte des Texts von Lefebvre, um mit den Potentialen von "Das Recht auf Stadt" und "Selbstmanagement" über neue Konzepte von "Stadtbewohner" und Möglichkeiten einer "Selbstorganisation von unten" nachzudenken. Das Video ist Teil des Research-Projekts "Differentiated Neighborhoods of New Belgrade".